Feuerwehrhaus, Baugebiet und Kläranlage

von Redaktion

Dass sich der Ornaubach von der Höhe des Kindergartens bis hin zur Bahnbrücke bei der Haager Straße ganz natürlich durch das Gemeindegebiet schlängelt, ist der neuen Hochwasserfreilegung zu verdanken: „Die hat viel Arbeit und eine mittlere fünfstellige Summe gekostet“, sagt Bürgermeister Roland Kamhuber. Anwohner sorgten sich darum, dass der Bach bei Hochwasser übergehen könnte. Im Gewerbegebiet, wo der Biber den Damm untergraben hatte, lief bei Hochwasser das Wasser auf die Straße. Durch Baumaßnahmen im vergangenen Jahr konnte der Wall wieder hergerichtet und mit Flusssteinen und Kies gefüllt werden. Das Flussbett wurde von den Anlandungen bereinigt. Etwa 400 Kubikmeter Humus mussten ausgekoffert und Kies eingefüllt werden. Das Wurzelwerk bietet im Bach nun wieder einen Schutzraum für Fische.

Folgeprojekt für
mehr Naturschutz

Für den Naturschutz setzte sich die Gemeinde auch mit dem Projekt „Natur.Vielfalt.Isental“ ein. Ende des vergangenen Jahres lief das Projekt aus. Eine Möglichkeit zur Verlängerung gab es leider nicht. Viele Kinder hatten an den Projekttagen teilgenommen und konnten sehen, was vor der Haustür mit einfachsten Mitteln für den Naturschutz getan werden kann. So entstand der Wunsch, ein Folgeprojekt zu entwickeln. Die Trägergemeinschaft, bestehend aus fünf Gemeinden und der Wildland-Stiftung, ging auf den Landschaftspflegeverband Mühldorf (LPV) zu. Das Projekt sollte sich über die Landkreise Mühldorf und Erding mit fünf Flächen wie dem „Thalhammer Moos“ erstrecken, doch Teile lagen außerhalb des Wirkungsbereichs des LPV. Ein Satzungsdurchbruch wurde beschlossen und damit die Erweiterung auf die Flächen im Landkreis Erding. „Es ist erfreulich, dass es zum Beispiel wieder mehr Libellen bei uns im Isental gibt und ich bin froh, dass ein tolles Naturschutzprogramm weitergeht“, so Bürgermeister Roland Kamhuber.

Feuerwehrhaus
Walkersaich

Gut voran geht es mit dem Neubau des Feuerwehrhauses in Walkersaich. Mit dem Rohbau, der bereits 2022 errichtet wurde, kam die Entscheidung, dass man die Kosten begrenzen müsse. Durch kluges Raummanagement und effizientere Gestaltung konnte die Summe von 1,3 Millionen Euro auf 1,1 Millionen Euro reduziert werden. Inzwischen erhalten die Innenarbeiten den letzten Schliff und auch die Außenarbeiten schreiten voran. Bäume werden gesetzt und Parkplätze angelegt.

Im Frühjahr soll der Neubau eingeweiht werden. Die Mitglieder der freiwilligen Feuerwehr haben bei den Arbeiten kräftig mitangepackt und viel Zeit und Arbeit investiert. Der Bürgermeister sprach mit großem Dank von dieser „grandios tollen Arbeit“. Die Kosten konnten trotz Ukraine-Krieg und gestiegener Baukosten eingehalten werden. Zwischendurch gab es Grund zum Feiern: Die Jugendfeuerwehr in Walkersaich feierte ihr 50-jähriges Bestehen im Sommer mit Löschwassersuchwanderung und einer Party.

Planungen für das
Baugebiet Allersheim

Im Rathaus kam mit den Planungen für das Baugebiet Allersheim die Frage nach der Wärmeversorgung auf. Eine Machbarkeitsstudie für Fernwärme wurde in Auftrag gegeben. In der Turnhalle der Grundschule gab es eine Infoveranstaltung für die Bürger. Doch zu wenig Leute zeigten Interesse. Derzeit wird mit überarbeiteten Informationen auf die Bürger einzeln zugegangen. „Alle, die wir persönlich kontaktierten, haben Interesse bekundet. Auch die Firma Erdgas Südbayern sagte als ausführende Firma zu“, so der Bürgermeister. Der Bedarf an Baugrund sei da, aber Kosten zu planen, sei unter den aktuellen Gegebenheiten schwierig.

Aktuell laufen die Erschließungsplanungen für Kanal und Abwasser. Diese sollen in Kürze dem Gemeinderat vorgestellt werden. Dann können die Ausschreibungen dafür durchgeführt werden. Der Plan ist, dass Mitte des Jahres die Bagger mit den Arbeiten beginnen.

Radweg und
Lärmschutz

Indessen ist die Planung für den Geh- und Radweg von Schwindegg nach Buchbach auf den letzten Metern. „Laut staatlichem Bauamt Rosenheim soll er gebaut und noch dieses Jahr eröffnet werden“, so Roland Kamhuber.

Im Zuge des zweigleisigen Bahnausbaus wird die Signal- und Stellwerkstechnik, die aus dem Jahr 1900 stammt, modernisiert. Auch beim Lärmschutz konnte ein Fortschritt erzielt werden. Laut Bürgermeister Kamhuber ist die Bahn bereit, ausreichenden Lärmschutz auf der südlichen Seite umzusetzen. Für den Bahnübergang Allersheim, der geschlossen werden soll, ist eine Kompromisslösung gefunden: „Auch eine Brücke hätte einen massiven Einschnitt bei den Grundstücken bedeutet“, so Kamhuber.

Mit geschätzten sechseinhalb Millionen Euro gehört die Erweiterung der Kläranlage zu den kostenintensivsten Bauprojekten. Die Kosten sind in den vergangenen zwei Jahren massiv gestiegen. Durch die Zusammenarbeit mit der Nachbargemeinde Obertaufkirchen können die Kosten für die notwendige Erweiterung aufgeteilt werden. Die Planungen laufen und Mitte des Jahres kann voraussichtlich mit den Bauarbeiten begonnen werden. Über die gute und kollegiale Arbeit im Gemeinderat im Allgemeinen äußerte sich der Bürgermeister zufrieden: „Wir wollen, dass jeder seine Sicht einbringen kann und dass nach Möglichkeit einstimmige Ergebnisse zustande kommen.“ sn

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