„Wir müssen positiver denken“

von Redaktion

„Wir müssen positiver denken“, das ist der Appell von Waldkraiburgs Erstem Bürgermeister Robert Pötzsch. Wenn er an das zurückliegende Jahr denkt, das in der Öffentlichkeit in erster Linie von Debatten um den Haushalt und die schwierige Finanzlage der Stadt geprägt war, fällt ihm trotz der nicht zu leugnenden Herausforderungen vieles ein, was gut gelaufen ist. Darauf mehr das Augenmerk zu richten, das ist sein Wunsch für das Jahr 2024. Auch wenn bewusste Entscheidungen für oder gegen Investitionen der Stadt nicht leichtgefallen sind.

Kinderbetreuung
weiter ausgebaut

Eine sehr bewusste Entscheidung war die zugunsten des Ausbaus der Kinderbetreuung. Im November wurde die Kinderkrippe Hl. Magdalena nach knapp 18-monatiger Bauzeit feierlich eröffnet. Als Anbau an den St. Christophorus Kindergarten in der Kopernikusstraße schafft sie in vier Krippengruppen Platz für 48 zusätzliche Kinder.

Den weiteren Bedarf an Betreuungsplätzen wird die Stadt am Gelände des BFZ Peters decken. Bereits seit 2022 ist dort die städtische Kita „Farbenfroh“ untergebracht, 80 Kinder werden dort aktuell in Krippe und Kindergarten betreut. Aktuell werden weitere Um- und Ausbaubaumaßnahmen. In diesem Sommer soll der erste Bauabschnitt fertiggestellt werden, ein Jahr später dann der zweite. Dann werden dort rund 200 Kinder im Krippen- und Kindergartenalter in mehreren Gruppen eine Heimat finden. „Damit sind wir in der Lage, den aktuellen, aber auch den zukünftigen Bedarf zu decken“, freut sich Robert Pötzsch.

Prio 1 hat auch das
Thema Schulen

Eines der drei Großprojekte, deren Planungen die Stadt aufgrund der prekären Haushaltssituation bis 2026 aus den Haushaltsplanungen genommen hat, ist die Mittelschule an der Franz-Liszt-Straße. Die Kredite in Millionenhöhe, die für den Neubau der Schule aufgenommen werden müssten, kann sich die Stadt aktuell nicht leisten. Dennoch ist ein Neubau auf Sicht alternativlos, eine Sanierung nicht mehr wirtschaftlich darstellbar. „Wir müssen mit allen Beteiligten zusammenarbeiten, damit die Schule noch so lange betrieben werden kann, bis der Neubau steht. In welcher Form und wo die neue Schule letztendlich gebaut wird, steht aktuell noch nicht fest. Wie kann man Mittel umschichten? Welche finanziellen Förderungen sind denkbar? Was können wir uns leisten? Diese Fragen müssen wir zeitnah beantworten“, so Pötzsch.

Anspruch auf
Ganztagsbetreuung

Ein weiteres Thema, das auf die Stadt genauso wie auf alle anderen Kommunen zukommt, ist der gesetzliche Anspruch auf eine Ganztagsbetreuung für Kinder im Grundschulalter, der ab 2026 gelten wird. In Waldkraiburg bedeutet das konkret, dass bei allen vier Grundschulen in neue Räume investiert werden muss und Überlegungen stattfinden, wo welche Art der Ganztagsbetreuung, wie etwa Hort, Mittagsbetreuung, offener oder geschlossener Ganztag und so weiter, angeboten werden kann. Die Ausgaben hierfür müssen in den kommenden Jahren priorisiert behandelt werden.

Geplante Feste im
laufenden Jahr

Die Absage des Stadtfestes im vergangenen Jahr hat hohe Wellen geschlagen, doch aufs Feiern verzichten musste niemand. Der VfL nahm sein 75-jähriges Bestehen zum Anlass, in der Fußgängerzone auf dem Sartrouville-Platz ein Fest für die ganze Familie auszurichten, inklusive Bayern 1 Band und Disco für Jung und Alt, zum Festwochenende im Herbst. „Der VfL ist seit vielen Jahrzehnten ein sehr verlässlicher Partner. Er hat die Menschen in die Innenstadt gelockt und sich toll präsentiert“, freut sich Pötzsch über so viel ehrenamtliches Engagement, das auch in vielen anderen Bereichen zu beobachten ist.

Als weitere Alternative zum Stadtfest organisierte die Stadt gemeinsam mit den Vereinen darüber hinaus ein Sommerfest mit abwechslungsreichem Programm auf dem Waldbad-Gelände unter dem Motto „Der Sommer zieht durch die Stadt“. Pötzsch kann sich eine Wiederholung dieser Veranstaltung an unterschiedlichen Örtlichkeiten in der Stadt auch in den kommenden Jahren vorstellen, wenn auch die Vereine weiterhin bereit sind, sich zu engagieren. Auch Planungen für das diesjährige Volksfest laufen auf Hochtouren.

Fortsetzung nächste Seite

Artikel 7 von 11