Brückenlabyrinth in Hongkong

von Redaktion

Metropole auf Spaziergängen entdecken

Nur wenige Städte auf der Welt haben mehr Brücken als Hongkong. Die Stadt ist von einem riesigen Netzwerk durchzogen, das viele Hochhäuser der Stadt miteinander verbindet. Auf Spaziergängen durch die faszinierende Brückenwelt können Besucher das Alltagsleben der rund sieben Millionen Einwohner aus einer neuen Perspektive erleben.

Eine Stadt der Superlative

Hongkongs Skyline ist weltbekannt. Weniger berühmt sind die vielen Brücken und Fußgängerwege. Oft sind sie mehrere Kilometer lang, manche sind architektonische Meisterwerke. Unter den rund 1400 für Fahrzeuge freigegebenen Brücken finden sich einige Superlative. Als Wahrzeichen der Stadt gilt vor allem die Tsing-Ma-Brücke, die Lantau mit dem Festland verbindet.

Neben derartigen Superlativen ist es jedoch das Netzwerk aus vielen kleinen Fußgängerbrücken, welches die Metropole von anderen Städten unterscheidet. Begonnen hat das Netz aus Brücken in den 1960er-Jahren als Idee eines Immobilienentwicklers, der ein Hotel mit den Geschäftshäusern und Shoppingmalls im Umkreis verbinden wollte. Das Konzept wurde von weiteren Immobilienverwaltern sowie der örtlichen Baubehörde übernommen. Heute sind viele der zahlreichen Hochhäuser in Hongkong mit Brücken verbunden. Insgesamt gibt es inzwischen mehr als hundert dieser Fußgängerbrücken.

Von der Fährstation Shun Tak Centre auf Hongkong Island bis zum Shangri-La-Hotel im Geschäftsdistrikt Central können Spaziergänger auf zahlreichen Brücken eine circa zwei Kilometer lange Strecke zurücklegen, ohne jemals eine Straße zu betreten. Für die Bewohner ist das Brückennetz eine komfortable und sichere Art, die Stadt zu durchqueren, ob zur Arbeit oder in der Freizeit. Auch das mit 800 Metern längste überdachte Außensystem an Rolltreppen der Welt erleichtert Tausenden Hongkong-Chinesen jeden Tag den Weg zu ihrem Job. akz-o

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