Die Heizungen in Rathaus, Schule, Kindergarten und Feuerwehrhaus müssen in den kommenden Jahren erneuert werden. Der Gemeinderat nahm dies zum Anlass, sich mit alternativen Energiequellen auseinanderzusetzen.
Grundgedanke war, diese Gebäude zentral mit einer Hackschnitzelanlage zu versorgen. Nördlich des Rathauses könnte an der Raiffeisenstraße – das Grundstück gehört der Gemeinde – die Heizzentrale mit zusätzlichen Flächen für den Bauhof und Lagerflächen für Vereine entstehen. Im Zuge der Planung wurden die Anlieger auf der Leitungsstraße zum Kindergarten miteinbezogen.
Im Juni 2023 hatte der Gemeinderat dem Beitritt zum Regionalwerk Chiemgau-Rupertiwinkel grünes Licht gegeben. Im Zuge dessen wurde ein Fragebogen an alle Grundanlieger Höslwangs zu vorhandenen Heizanlagen verschickt. In den Fragebögen wurde auch eruiert, ob Interesse an einem Anschluss besteht. Ob eine Nahwärmeversorgung für den kompletten Ort machbar, finanzierbar und umgesetzt werden kann, steht derzeit noch nicht fest.
Wasserversorgung:
Leitung erneuert
Seit langem ist die Gemeinde Mitglied des Zweckverbands zur Wasserversorgung Harpfing. Die Hauptleitung am Birkenweg in Höslwang wurde im vergangenen Jahr erneuert oder neu verlegt, die Hausanschlüsse erneuert. Die Wasserleitung im Ort kann nun in Teilbereichen und kleinräumiger abgesperrt werden.
Für die Geduld während der Bauphase bedankt sich Bürgermeister Murner bei den Bürgerinnen und Bürgern. Am Vatertag 2022 hatte es einen Rohrbruch gegeben und die betroffenen Anwohner standen einen ganzen Tag ohne Wasser da. „Gott sei Dank haben die Nachbarn zusammengehalten,“ lobt Murner.
Endschacht umgebaut
Eine weitere wichtige Maßnahme war der Umbau des Endschachts am Birkenweg. Bei Starkregen ist der Regenwasserkanal in Höslwang überlastet. Also wurde am Endschacht im Birkenweg eine 250er Leitung mit einer Froschklappe eingebaut, die sich bei Rückstau im Kanal automatisch öffnet.
Das Regenwasser fließt in ein Absetzbecken und entlastet den Regenwasserkanal.
Neue Sirene für
die Feuerwehr
Auf dem Dach des Feuerwehrhauses wurde eine neue Sirene installiert. Dafür gab es auch eine staatliche Förderung.
Der Pelhamer See und seine Zuflüsse weisen eine erhöhte Nährstoffbelastung auf. Das boden:ständig Projekt Pelhamer See, das 2014 startete, hat sich zum Ziel gesetzt, die Nährstoffeinträge, insbesondere die Phosphoreinträge, in den See nachhaltig zu verringern, damit sich seine Wasserqualität langfristig verbessert. Für diesen Einsatz wurde das boden:ständig Verfahren Pelhamer See als mit dem boden:ständig Preis ausgezeichnet.
Das erste Projekt bei Rankham (Bad Endorf) ist schon fertig. An verschiedenen Gräben kam bereits ein Mähkorb zum Einsatz, durch den die Grabenräumung wesentlich bodenschonender erfolgt. Kleine Zuflussgräben wurden aufgeweitet.
Probleme bereiten Biber, Fischotter und Fischreiher: Der Biber verstopft mit seinen Dämmen den Abfluss am Hartsee und am Pelhamer See. Der Silberreiher setzt der Froschpopulation im See und seinen Zuflüssen zu.
2024 stehen einige Themen an: Straßen sind in die Jahre gekommen, „da müssen wir sanieren.“ In Höslwang wird dringend Bauland für Einheimische benötigt. Die Verhandlungen laufen, aber noch sei nichts spruchreif, so Murner. elk