Die Ortsmitte in Halfing soll verändert und lebendiger gestaltet werden. Im Rahmen von ISEK (Integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept) wurde das Sanierungsgebiet festgesetzt. Heuer soll die Sanierungssatzung ergehen: der Startschuss für die Umsetzung möglichst vieler förderfähiger Maßnahmen.
Die Bayerische Reismühle und das Brunnerhaus sind dabei ein zentraler Punkt. Die Gemeinde konnte sich das Vorkaufsrecht für das vordere, circa 2000 m² große Areal sichern. Ein Kaufvertrag wurde geschlossen und ein Kommunalunternehmen gegründet. Bodengutachten und Abrissgutachten wurden eingeholt, auch der Antrag auf einen Abriss ist erledigt. Als nächstes muss das Areal überplant werden. ISEK regt an, „durch eine großzügige Wohnbebauung das Ortsbild zu verschönern und die Dorfmitte attraktiv zu gestalten.“ An Ideen für dieses Quartier mangelt es nicht: Bezahlbarer, generationenübergreifender Wohnraum, Gewerbe im Erdgeschoss, ein Kulturcafé, eine Jugendgastronomie, vielleicht auch ein Musikpavillon im hinteren Teil des Areals. Geplant sind im Wohnareal Reismühle 16 Wohneinheiten unterschiedlicher Größenordnung.
Verändern soll sich auch etwas an der Außenfassade des Kind- und Familienzentrum (KiFaZi), das an die Reismühle anschließt. Dort wurde seinerzeit beim Umbau zum KiFaZi eine Rutsche als Brandschutz-Maßnahme eingebaut.
Weitere Ideen sind verkehrsberuhigende Maßnahmen für die Ortsmitte und den Parkplatz hinter dem Rathaus zu einem Treffpunkt umgestalten. Wunsch der Rathauschefin ist es, dass alles aus einem Guss ist.
Abgeschlossen sind die Erschließungsmaßnahmen für das Baugebiet Rosenstraße. Dabei sollen sechs Grundstücke im Einheimischen-Modell vergeben werden. Der Start für die Bewerbungen soll im Frühjahr dieses Jahres erfolgen. Auf dem Areal am alten Sportplatz wird derzeit an einem Komplex – drei Wohnhäuser mit 18 Wohneinheiten und Gewerbe im Erdgeschoss – gebaut. Die ersten Mieter werden gegen Ende des dritten Quartals einziehen.
Eine Erweiterung des bestehenden Gewerbegebiets „Am Graben“ ist geplant. Hier laufen Flächennutzungs- und Bebauungsplan. Im Bereich des bestehenden Gewerbegebietes erwarb die Gemeinde rund 8000 m² Grund. Ein Planungsbüro arbeitet an der Bauleitplanung für insgesamt circa 18000 m² Gewerbefläche. Gegen Ende des zweiten Quartals hofft die Rathauschefin auf eine Vergabe der Flächen. elk