Digital in die Zukunft

von Redaktion

Die Gemeinde Engelsberg ist die nördlichste Gemeinde des Landkreises Traunstein und grenzt an Taufkirchen und Oberneukirchen im Landkreis Mühldorf. Seit dem vergangenen Jahr gibt es eine Gemeinde-App von Engelsberg, die sich zunehmender Beliebtheit erfreut. Sie wurde seit der Veröffentlichung im August bis Ende Januar rund 2300-mal heruntergeladen. Die Nutzer kommen aus der Gemeinde Engelsberg sowie den Nachbargemeinden. Die Statistik belegt die Popularität der App: Über 99 Prozent haben sie noch auf dem Smartphone. Mehr als zwei Drittel nutzen die App einmal in drei Tagen, 42 Prozent öffnen sie täglich. Die Gemeinde setzt die App für die unmittelbare Kommunikation mit den Bürgern ein. „Die Gemeinde-App ist einfach sehr praktisch“, bestätigt der Erste Bürgermeister Martin Lackner. „Besonders dringende Informationen, die das gesamte Gemeindegebiet betreffen, lassen sich so schnell verbreiten, wie beispielsweise Infos über die Schneeeinbrüche Ende 2023.“ Die Anwendung informiert zudem über Veranstaltungen und Stellen in der Gemeindeverwaltung. Die Vorstandsmitglieder der ortsansässigen Vereine haben ebenfalls die Möglichkeit, Infos einzustellen. Damit die App nicht missbräuchlich genutzt wird, gibt ein Team aus Mitarbeitern der Gemeinde die Nachrichten nach rascher Durchsicht frei.

Engelsberg wächst. Bereits seit einigen Monaten beschäftigt sich die Gemeinde mit dem Baugebiet „Am alten Pfarrhof“. Nun steht die Erschließung an. Rund 30 Ein- und Mehrfamilienhäuser sollen hier entstehen.

Baugebiet „Am alten Pfarrhof“

Alle Gebäude werden mit Fernwärme versorgt. Bereits jetzt sind rund 220 Gebäude an das gemeindeeigene Unternehmen Fernwärme Engelsberg angeschlossen. Hackschnitzel sorgen im Winter für Wärme, im Sommer genügt die Abwärme der stromerzeugenden Biogasanlage. Um Spitzen bei extremer Kälte abzufangen, setzt die Gemeinde dann auf Öl. „Zu 95 Prozent können wir unsere Fernwärme aus regenerativen Energiequellen erzeugen“, berichtet Lackner über die positive Bilanz.

Erweiterung der bestehenden Kinderkrippe

Mit dem Baugebiet steigt auch der Bedarf an Betreuungsplätzen der Kleinsten. Bereits jetzt stehen acht Kinder auf der Warteliste. Lackner und der Gemeinderat wünschen sich eine weitere Krippengruppe im Bestandsgebäude des Kindergartens St. Andreas. Pläne für den Umbau gibt es bereits. Aktuell gilt es, sich mit der Kirchenverwaltung Engelsberg, dem Träger der Kindertagesstätte St. Andreas, abzustimmen. Lackner fürchtet aktuell noch um den Start im September. ahn

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