Bauland gesucht

von Redaktion

Prutting soll Dorf bleiben, aber gleichzeitig ist mit dem verstärkten Zuzug nach Prutting vom Kindergarten bis zum Friedhof vieles zu klein geworden. Bürgermeister Johannes Thusbaß hat deshalb schon in seinem Wahlkampf die Frage formuliert: Wo wollen wir hin? Ein Entwicklungskonzept zur Gemeindeentwicklung ist abgeschlossen, muss aber jetzt weiter vorangetrieben werden. Eine Gemeindeentwicklung geht aber nur Hand in Hand, so Thusbaß. Deshalb will und sucht er nach wie vor das Gespräch in Ortsteilgesprächen mit den Bürgerinnen und Bürgern.

Neubaugebiet ausgewiesen

In Wolkering Süd wurde ein Neubaugebiet ausgewiesen. Angedacht sind dort acht Einfamilienhäuser, die Erschließungsarbeiten sind mittlerweile fast abgeschlossen. Um noch mehr Wohnraum zu schaffen, hat sich der Gemeinderat für ein neues Baulandmodell entschieden, das seit 1. Januar 2024 in Kraft ist. Das Baulandmodell Prutting sieht vor, dass bei allen Grundstücksverkäufen im Außenbereich die Gemeinde als Käufer auftritt. Nur in Ausnahmefällen könne direkt veräußert werden, doch selbst dann soll die weitere Planung aller etwaigen Bauvorhaben auf dem entsprechenden Grundstück in einem städtebaulichen Vertrag geregelt werden. Prutting wolle seinen dörflichen Charakter bewahren, betont Thusbaß.

Ein wichtiger Punkt ist auch die Wiederbelebung des Wirtshauses. Seit 2016 ist es geschlossen, doch der Wunsch nach einem Wirtshaus im Ort treibt die Bürger um. Der Biergarten am Mösl, den die Vereine 2021 ins Leben riefen und der den ganzen Sommer über regen Zulauf erhielt, war einmal mehr ein Zeichen, dass es einen Treffpunkt, ein Wirtshaus im Ort braucht. Bei einem Bürgertreffen im ehemaligen Gasthaus zur Post kamen auch viele Anregungen, wie es weitergehen könnte. Aber dabei ist es bislang auch geblieben.

Bolley-Haus für das Dorf nutzbar machen

Das Baderanwesen oder das Bolley-Haus, wie es in Prutting genannt wird, hält ebenfalls noch Dornröschenschlaf. Seit 2021 ist es im Besitz der Gemeinde. Das Haus, das unterhalb der Kirche liegt und aus dem 16. Jahrhundert stammt, soll für das Dorf nutzbar gemacht werden. Viele Ideen wurden schon entwickelt, aber noch hat sich nichts Konkreteres daraus entwickelt. Bürgermeister Thusbaß könnte sich hier eine Vinothek vorstellen. Aber noch ist nichts entschieden. elk

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