Reges Vereinsleben

von Redaktion

Oberneukirchen zählt rund 860 Einwohner, wobei sich ein großer Teil in den ortsansässigen Vereinen engagiert. Hervorzuheben sind besonders die Freiwillige Feuerwehr Oberneukirchen und der Trachtenverein Almröserl.

Karten für „Bodschamperlspuk“

Jährlich üben die Trachtler ein Theaterstück ein, in Mundart versteht sich. Dieses Jahr spielen acht Schauspieler das Stück „Bodschamperlspuk“. Im Mittelpunkt steht ein verlassener Nachttopf, der Bodschamperl. Dieser beseelte Gegenstand befindet sich in einem verlassenen Hof: Ein Unterschlupf für Ganoven, ein Ort für das Erfüllen von Wünschen und im Interesse kommerzieller Zwecke. Vorstellungen sind – wie immer – während der Fastenzeit geplant, dieses Jahr vom 16. bis 24. März. Etwas später im Jahr, am 8. Mai, findet unter anderem das Vereinspreisplatteln statt. Vergangenes Jahr zeigten rund 80 Trachtler ihr Können. Bereits jetzt laufen die Vorbereitungen für das 80-jährige Jubiläum 2026.

Fast 90 Aktive zählt die Feuerwehr Oberneukirchen. Im vergangenen Jahr haben die freiwilligen Lebensretter mit dem Anbau und dem Umbau ihres fast 50 Jahre alten Gebäudes begonnen. Der Rohbau des Anbaus wurde im Dezember fertiggestellt. Auch der Estrich und die Heizungsrohre im kompletten Gebäude werden erneuert, die Heizung ersetzt. Seit August vergangenen Jahres ist zudem die neue Webseite der Feuerwehr www.ffw-oberneukirchen.de online.

Ticket für Italien gelöst

Das große ehrenamtliche Engagement und vor allem der große Anteil an Mädchen machten den Anbau nötig: 14 Jungs und 24 Mädchen ab zwölf Jahren sind aktiv dabei. Dieses Jahr beteiligten sie sich erneut an der deutschen Meisterschaft und belegten den ersten Platz. Das öffnete ihnen die Tür zu den XXIV. Internationalen Jugendfeuerwehrspielen (CTIF) in Italien. Diese findet vom 21. bis 28. Juli in in der Region Trentino statt.

Kinderhaus soll im Herbst 2025 starten

Seit einigen Jahren planen die Gemeinderatsmitglieder das Kinderhaus. Vier Millionen Euro sind dafür eingeplant. Noch beschäftigt sich die Gemeinde mit den Ausschreibungen und Planungen. Bis zum 20. Februar konnten Bürger Namensvorschläge für die Einrichtung einreichen. Die Entscheidung und Abstimmung dafür steht derzeit noch aus. Aktuell besuchen Kinder aus der Gemeinde die Kindereinrichtung in Taufkirchen. Ab Herbst 2025 soll dann Platz sein für eine Kinderkrippe mit zwölf Plätzen, eine Kindergartengruppe mit 25 Plätzen und einen Hort mit 15 Plätzen. Das zweigeschossige Gebäude mit Aufzug wird nahe der Schule entstehen. Auf dem Gelände ist auch der Bau des künftigen Gemeindehauses vorgesehen. Aus Kostengründen sind die Planungen dazu jedoch hinten angestellt.

Im Herbst geht es weiter mit dem Internetausbau: „Wir sind nun in der dritten Ausbaustufe“, berichtet Bürgermeisterin Anna Meier. Über die Fertigstellung will das Gemeindeoberhaupt keine Prognose geben. Aber sicher ist: „Wo die Internetverbindung mit dieser Ausbaustufe noch nicht ausreichend schnell ist, erschließen wir das mit der nächsten Ausbaustufe aus dem Bundesfördertopf.“ Dass Oberneukirchen beim schnellen Internet so gut aufgestellt ist, liegt an dem Ausbau der Wasserleitungen im kompletten Gemeindegebiet: In den Jahren 2020 und 2021 wurden mit den neuen Wasserrohren gleich auch Leerrohre für Datenleitungen gelegt.

Sorgenkind Abwasser

„Die Frage um das Abwasser ist unser Sorgenkind“, berichtet Anna Meier. Die Kläranlage entspricht nicht mehr dem aktuellen Stand und muss ersetzt, beziehungsweise in einer anderen Kläranlage angeschlossen werden. Nun gilt es, sich für mögliche Trassen zur Abwasserführung zu entscheiden. Der Gemeinderat steht geschlossen hinter dem Vorhaben. Ein weiterer Punkt auf der Tagesordnung im vergangenen Jahr betraf unter anderem die Kosten für die Einsätze der Feuerwehr. Bislang waren diese kostenlos. Die Feuerwehr-Gebührensatzung trat zum 1. April 2023 in Kraft und ist auf der Homepage der Gemeinde einzusehen.

Starkbierfest im März

Nach dreijähriger Pause fand vergangenen März wieder das Starkbierfest der Altschützen Oberneukirchen statt. Im bis auf den letzten Platz gefüllten Saal des Holzmannwirts sorgten die „Eiglwoidler“ und Andrea Steiglechner alias „de Gloa“ für gute Stimmung. Auf viel Beifall stieß Wolfgang Gehringer als Bruder Geier. Das nächste Starkbierfest findet am 9. März statt. ahn

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