Nach den verheerenden Überflutungen der Ortsteile Mittenkirchen, Wiechs, Götting und Staudhausen beauftragte der Markt Bruckmühl im vergangenen Jahr die Fachplaner vom Grassauer Ingenieurbüro cfLab. Es soll für die Ortsteile, die südlich der Mangfall gelegen sind, ein Sturzflut-Risikomanagement-Konzept erstellen.
Ziel ist es, Hochwassergefahren nicht nur von Gewässern, sondern auch von wild abfließendem Hangwasser zu erkennen und darauf aufbauend sowohl bauliche als auch nicht-technische Schutzmaßnahmen für die Kommune und die betroffenen Bürger aufzuzeigen. Erste Ergebnisse und Konzeptstudien wurden der Öffentlichkeit Ende letzten Jahres vorgestellt.
Zwei Millionen Euro für den Hochbehälter
Der Hochbehälter in Mittenkirchen war in die Jahre gekommen und entsprach nicht mehr den Vorschriften, deshalb beschloss der Marktgemeinderat 2022 die umfangreiche Sanierung des Behälters im Innen- und Außenbereich. Die Sanierung wird im April 2024 abgeschlossen. Die Kosten belaufen sich auf circa zwei Millionen Euro.
Abwassersystem mit Kameras abgefahren
Mit einem professionellen Kamera-Equipment wurde das Untergrund-Abwassersystem abgefahren, um schadhafte Stellen punktgenau bestimmen zu können. Das Abwassersystem, das in Teilen schon über 50 Jahre alt ist, weist altersbedingte Schäden auf: Rissige oder eingebrochene Abwasserrohre, eindringendes Grundwasser, zahlreiche kleine Schäden, die zu größeren Problemen führen könnten, wenn sie nicht zeitnah behoben werden.
Mit einem Finanzvolumen von etwa 1,3 Millionen Euro hat die Gemeinde den Kanal grabenlos im Bereich zwischen der Bahnlinie und der Mangfall saniert. tn