Wasserversorgung austarieren

von Redaktion

Hochwasser ist eine immer wiederkehrende Gefahr für das tief liegende Prutting, das von Starkregenereignissen immer wieder stark betroffen ist. Aber das Problem könne die Gemeinde nicht allein lösen, das müsse gemeinsam mit Grundstückseigentümern angegangen werden. „Da ist jeder selbst für den Schutz seines Eigentums verantwortlich“, betont der Rathauschef. Gleichwohl hat die Gemeinde auch schon einige Maßnahmen ergriffen. So wurde eine Gewässeranerkennung durchgeführt, eine Maßnahme, die für weitere Förderungen Voraussetzung ist. Ein Sturzflutmanagementkonzept wurde beim Wasserwirtschaftsamt beantragt. Das 100000 Euro schwere Paket wird mit 75 Prozent gefördert und ist mittlerweile bewilligt. Im Frühjahr soll dazu eine Infoveranstaltung stattfinden.

Der neue Trinkwasserbrunnen im Sonnenwald ist funktionsbereit, so Thusbaß, die wasserrechtliche Erlaubnis und die entsprechende Ausweisung eines Wasserschutzgebietes wurde allerdings noch nicht erteilt.

Kooperation für
das Trinkwasser

Im Zusammenhang mit dem Trinkwasser hatte die Gemeinde schon vor geraumer Zeit über eine Kooperation mit den Nachbargemeinden Söchtenau und Vogtareuth laut nachgedacht. Inzwischen steht fest: Aus der ursprünglich angedachten Kooperation der drei Gemeinden wird nichts, Vogtareuth stieg vorzeitig aus. Nun arbeiten also künftig Prutting und Söchtenau im Trinkwasserzweckverband Simssee zusammen.

„Wir haben den Wassermeister, Söchtenau hat den Verbandsvorsitzenden,“ erklärt Bürgermeister Thusbaß die Arbeitsteilung. Das Wasservermögen, also Leitungsnetz, Speicher und Brunnen, bleibt vorerst bei den Gemeinden, zumindest solange bis Gleichstand bei der Rohrnetzsicherheit und den technischen Anlagen erreicht ist. elk

Artikel 1 von 11