Volkswagen hat einst mit dem Variant einen Markt geschaffen, der nicht unwesentlich zum Erfolg der Wolfsburger beigetragen hat. Jetzt stellte sich den Verantwortlichen die Frage, ob der ehemalige Kombi, der jetzt Tourer heißt, auch im Elektromodus eine Chance hat? Die Antwort fällt relativ einfach aus: Wenn er im Sommer so auf den Markt fährt, wie er jetzt erstmals gezeigt wurde, sollte das gelingen.
Insbesondere Vielfahrer und Geschäftskunden sind bisher von den Fähigkeiten eines VW Passat Kombi begeistert gewesen. Soll nun der Umstieg auf elektrischen Antrieb erfolgen, hat der Hersteller mit dem ID.7 Tourer gerüstet.
Viel Stauraum
Ein wesentlicher Faktor ist das Raumangebot, das für Absatzzahlen in der Klasse gesorgt hat. Bei einem Stauraum von 545 bis 1714 Liter sollten sich Interessenten finden. Aus dem 545 Liter fassenden Gepäckabteil lassen sich mit dem Aufstellen der Hecklehnen 605 Liter anbieten. Dabei können die Fondpassagiere auf kürzeren Strecken nahezu uneingeschränkt mitfahren, zumal der ID.7 Tourer über einen großzügigen Fußraum und viel Ellenbogenfreiheit verfügt. Die Rückenlehnen lassen sich bei diesem Vorgang sicher arretieren, ohne umständliche Bedienung.
Der ID.7 Tourer mit seiner langen Dachlinie kombiniert ansprechendes Design mit möglichst niedrigem Windwiderstandsbeiwert.
Keine
Reichweitenängste
Laut VW habe man eine maximale Reichweite von 675 Kilometer mit einer Batteriefüllung ermittelt. Auch wenn diese Marke unter optimalen Bedingungen erzielt wurde, sollte ein achtbarer Radius bei ungünstigen Bedingungen möglich sein.
Ausschlaggebend für das Erreichen von Zielen und Leistungen sollen eine 77 Kilowattstunden-Batterie und ein größeres Modell mit 86 kW/h im Unterboden der Plattform sein. Der weite Radstand von 2971 Millimeter lässt diese Dimension zu. Unabhängig von der Wahl der Batteriegröße bleibt der ID.7 Tourer 4961 Millimeter lang und ist 1862 Millimeter breit – ohne Außenspiegel. Auch mit der Höhe von 1536 Millimeter knüpft der ID.7 Tourer an die traditionellen Karosseriestärken an.
Die Serienausstattung erscheint ungewöhnlich reichhaltig, wobei auch „ChatGPT“ mit an Bord ist. LED-Scheinwerfer und -Rückleuchten gehören ebenso zur Serienausstattung wie ein Head-up-Display oder auch die 2-Zonen-Klimaanlage.
Sprachsteuerung „Ida“
Schon in der Basisvariante können die Batterien mit 175 kW/h und 200 kW/h geladen werden. Damit bleiben den Passagieren überlange Pausen an Raststätten erspart. Über alle Vorgänge werden die Insassen über ein 15-Zoll-Display in Kenntnis gesetzt. Dabei hilft übrigens auch „Ida“, die als sprachgesteuertes imaginäres Wesen den Befehlen aus dem Innenraum nachkommt. Kurt Sohnemann