Die Gemeinde blickt nicht ohne Stolz auf eine schon Jahrhunderte alte kulturelle Tradition zurück. Das Volkstheater „Ritterschauspiele“, das seit dem Jahre 1618 regelmäßig mit Aufführungen in althochdeutscher Sprache viele Besucher anlockt, ist ein wichtiger Bestandteil dieser Kultur. Auf der einzigartigen Drehkulissenbühne, die nachweislich bereits im Jahre 1833 installiert wurde, ist vieles wie früher und die mitwirkenden Laienschauspieler wechseln zwischen verschiedenen Rollen als Mime, Musiker oder auch Bühnentechniker. Neue, pyrotechnische Bestandteile sorgen für Aufreger im Publikum und die herrlichen Kostüme und selbst gemalten Bühnenbilder festigen weiter das Alleinstellungsmerkmal dieser Kieferer Ritterschauspiele, die vor einigen Jahren ihr 400. Jubiläum feiern konnten. Regelmäßig wird das „Schauspielhaus“ bautechnisch geartet und auch in Teilen erneuert, so wie die erst kürzlich vorgenommene Installation einer Theaterklimatisierung. Auch im vergangenen Jahr glänzten die „Schauspieler“ wieder in den Monaten Juli bis September. Das Stück „Mangolf von Rothenburg“ war ein wahrer Publikumsmagnet, es war turbulent und steckte voller Überraschungen.
Schauspieler
begeistern Zuschauer
Die Kulturszene bereichert sicher auch die „Kieferer Heimatbühne“, die jüngst mit der Aufführung der Komödie „Wallfahrt und Weihwasser“ den Geschmack ihres Publikums wieder voll traf. Ebenso sind einige dieser Akteure mit ihrem alljährlichen „Krimidinner“ sehr erfolgreich. So mussten die Amateurermittler zuletzt einen „Kanzlermord“ aufklären, was unter Mitwirkung der vielen Zuschauer, die sich in den Pausen an erlesenen Speisen laben konnten, auch gelang. Der Nachwuchs der Laienschauspieler, die „Kieferer Wichtl“, glänzten mit dem gelungenen Kindermärchen „Ein Engel für Mirabella“ und lassen erahnen, dass es auch in der kommenden Generation wieder gutes Kieferer Theater geben wird
Die Musikkapelle Kiefersfelden und auch die „Sensenschmied Musikkapelle Mühlbach“ gaben bei den letztjährigen Cäcilienkonzerten erneut ein klingendes Zeugnis ihrer musikalischen Vielfalt und ihres instrumentalen Könnens. Auch die Sommerkonzerte in den Kurparks von Kiefersfelden und Mühlbach sind für viele ein absolutes Muss. Hier kommen alle Fans auf ihre Kosten, sowohl in vielfältiger musikalisch-orchestraler als auch in kulinarischer Hinsicht. Der alljährliche „Bayerische Frühling“, den die Musikkapelle Kiefersfelden organisiert und auch orchestral bereichert, ist das Festzelterlebnis in der Kiefer. Es zieht alljährlich Tausende von Besuchern an und bietet beste Musik, leckere Speisen und natürlich eine fetzige Stimmung im riesigen Festzelt, also immer wieder Garant für ein Erlebnis der besonderen Art.
Prall gefüllter
Kulturkalender
Der Trachtenverein „Grenzlandler“ bereichert die Kieferer Kulturszene unter anderem mit seinem weit über die Gemeindegrenzen hinaus bekannten „Sänger- und Musikantentreffen“ und auch das alljährliche Kirtafest mit Hutschn und Kirtanudeln hat seinen festen Platz im Terminkalender des Trachtenvereins und der Bürger.
Der Männergesangverein ist ein gern gesehener Gast auf vielen Festen und Veranstaltungen. Das Potpourri der Sänger ist vielfältig und immer wieder hörenswert für Jung und Alt.
Ein besonderes musikalisches Ereignis mit dem Kirchenkonzert bietet alle zwei Jahre der Kiefersfeldener Kirchenchor, der bereits im Jahre 1651 erstmals schriftlich erwähnt wurde.
Das erste Kirchenkonzert unter der Leitung von Christoph Danner gab es im Jahre 2007 und auch im vergangenen Jahr war der Chor zu hören. Aktuell gehören dem Chor 35 aktive Sängerinnen und Sänger an, unterstützt werden sie bei den Kirchenkonzerten vom Konzertchor Oberinntal und dem Grenzlandorchester. hko