Sozialen Wohnraum schaffen

von Redaktion

Für den Bürgermeister ist es sehr wichtig, dass im Dorf sehr vieles gut funktioniert und ein guter Geist herrscht, denn der sei vielfältig und offen. Der Rathauschef erinnert sich an den „Weg, den wir schon vor langer Zeit eingeschlagen haben und der durch Corona etwas ins Stocken kam. Aber jetzt läuft es wieder, die vielen Räder greifen ineinander“. Dabei zielt seine Aussage auch auf den sozialen Wohnungsbau im Ort, ein wichtiger Bestandteil der eingeschlagenen Ortsentwicklung. Denn, während in vielen Regionen der Ruf nach bezahlbarem Wohnraum oftmals ungehört verhallt, handeln die Verantwortlichen in der Gemeinde. In absehbarer Zeit (die Bauarbeiten ruhen aktuell wegen der winterlichen Bedingungen) entsteht jetzt im „Pfarrer-Gierl-Weg“, also mitten im Ort, ein neuer Wohnkomplex mit 20 Wohneinheiten.

Wohnkomplex im
Pfarrer-Gierl-Weg

Das Besondere daran ist, dass die Hälfte der Wohnungen für einkommensschwächere Familien vorgesehen ist und die Kommune dafür das Vergaberecht hat. Der Bürgermeister sieht in dem Projekt einen wesentlichen Beitrag zur Innenverdichtung des Ortes mit Wohnraum, der dazu noch bezahlbar, barrierefrei und letztlich auch für Senioren geeignet sei. Dieses von der Gemeinde geschaffene, so genannte „Kieferer Modell“, das bei gewissen Bauvorhaben im Gemeindegebiet einen 55-prozentigen Anteil an Sozialwohnungen für Geringverdiener vorsieht und für die die Gemeinde das Vergaberecht hat, wurde bereits in jüngster Zeit sehr erfolgreich umgesetzt. Auf einem über 4500 Quadratmeter großen Areal zwischen Sonnenweg und Kufsteiner Straße entstand in Zusammenarbeit mit der Wohnungsbaugesellschaft des Kreises Rosenheim, die Besitzerin des Grundstücks ist, in den Jahren 2022 bis 2023 eine Wohnanlage mit 21 Wohnungen, die für einkommensschwächere Familien gebaut und bereits erfolgreich bezogen worden sind.

Auch die schnelle und unbürokratische Wohnraumschaffung haben sich die Verantwortlichen auf die Fahne geschrieben. Mit dem einfachen Mittel des Gaubenbaus glaubt man, auf der richtigen Spur zu sein. Vor allem Familien, die bereits mit mehreren Generationen in den Häusern wohnen, gibt eine neue Satzung, die Möglichkeit, mit dem durch den Bau von Dachgauben gewonnenen modernen Wohnraum auf altem Territorium zusammenzubleiben. Die Satzung besagt, dass in gemeindlichen Gebieten, deren Bebauung nicht durch einen gültigen Bebauungsplan geregelt ist, der Bau von Gauben auf bestehenden Gebäuden grundsätzlich erlaubt ist. hko

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