Zur Vorzeigegemeinde gemausert

von Redaktion

Die Gemeinde Amerang hat sich mit vorausschauender Gemeindepolitik in den vergangenen 30 Jahren vom hoch verschuldeten kommunalen Sorgenkind zu einer oft zitierten Vorzeigegemeinde gemausert.

Amerang punktet als attraktiver Wohn- und florierender Gewerbestandort. Das Erfolgsrezept liegt auf der Hand. Die Gemeindeverantwortlichen haben über politische Fraktionen hinweg die Gemeindeentwicklung mit zukunftsorientierten, oft mutigen oder auch azyklischen Entscheidungen nachhaltig vorangetrieben und dabei die soziale Komponente nicht aus dem Blick verloren.

So hat sich die Gemeinde beispielsweise schon vor vielen Jahren auf den Weg gemacht, mit einem Energienutzungskonzept die Energiewende vor Ort zu gestalten, neue Wege bei der Wohnbebauung zu gehen oder auch eine „Inklusive Gemeinde“ zu werden.

Die Überzeugung, dass jeder Mensch ganz natürlich dazugehört, ist der Grundpfeiler. Damit soll möglichst vielen Bürgerinnen und Bürgern möglichst lange ein selbstbestimmtes Leben im gewohnten Umfeld ermöglicht werden. Getragen wird das Konzept unter anderem auch von einem großen ehrenamtlichen Engagement durch die Inklusions- und Seniorenbeauftragten der Gemeinde und dem Bürgernetzwerk.

Seit November gibt es als zusätzliche Unterstützung eine Quartiersmanagerin. Sie kümmert sich in vielfältigen Bereichen um die Belange von Senioren. Neben der Hilfestellung bei bürokratischen Hürden stehen beispielsweise die Vernetzung mit Ehrenamtlichen und das Setzen neuer Impulse für den Ausbau weiterer Seniorenangebote auf der Agenda.

Darüber hinaus wird in Zusammenarbeit mit der TH Rosenheim und der Ernst- Freiberger-Stiftung seit einigen Jahren im Wohnkompetenzzentrum des Forschungsprojekts „DeinHaus 4.0“ in mehreren Testwohnungen untersucht, wie innovative Technik älteren und pflegebedürftigen Menschen das Leben zu Hause ermöglichen kann. Für die kommenden Jahre sind in der Gemeinde Wohnbauprojekte für ältere Menschen und Menschen mit Beeinträchtigungen angedacht.

Klare Ziele

„2023 war ein sehr intensives Jahr“, stellt Bürgermeister Linner rückblickend fest. Das wichtigste Projekt war die Fertigstellung der ortsnahen Umgehungsstraße, der „Ameranger Spange“ samt der Anbindung des Sportgeländes. Damit wurden wichtige Weichen für die Ortsentwicklung in puncto Verkehrsentlastung und wirtschaftliche Entwicklung gestellt. Darüber hinaus wurden viele kleinere Projekte realisiert. ca

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