Feuerwehrhaus wieder ganz oben auf der Maßnahmenliste

von Redaktion

Trotz chronisch angespannter Finanzlage hat Schonstett eine gewaltige Pflichtaufgabe vor der Brust. Der erforderliche Neubau des Feuerwehrhauses, der bisher aufgrund fehlender finanzieller Mittel immer wieder hinausgeschoben wurde, soll heuer endlich realisiert werden. Auf der Tagesordnung des Rats ist das Thema bereits seit 2002 und das nicht ohne Grund. Das Bestandsgebäude in der Ortsmitte genügt längst nicht mehr den Anforderungen einer modernen Wehr. Standort und Größe entsprechen bei Weitem nicht mehr den aktuellen Vorgaben und grundsätzlich sind sich alle Beteiligten einig, dass dringender Handlungsbedarf besteht. Deshalb soll im Süden von Schonstett, angrenzend an das Baugebiet „Am Köblgraben“, ein neues Feuerwehrhaus entstehen. Hierzu gibt es bereits umfassende Planungen und auch der Bauplatz ist längst gesichert. Bisher scheiterte das Vorhaben aber immer wieder an der Finanzierung. „Wir befinden uns hier regelrecht in einer Spirale“, stellt Bürgermeister Dirnecker fest. In den vergangenen 20 Jahren seien die Kosten davongelaufen. Nun ist ein wenig Licht am Ende des Tunnels in Sicht, denn die bisher sehr knapp bemessene staatliche Förderpauschale von rund 190000 Euro soll künftig auf rund 390000 Euro verdoppelt werden. Ein finanzieller Kraftakt wird der Neubau dennoch werden, denn insgesamt hat sich die kommunale Kassenlage nicht wesentlich verbessert. Geht es nach dem Bürgermeister, sollen die Baukosten drei Millionen Euro nicht übersteigen, die vorliegende Kostenschätzung wurde zwar zwischenzeitlich auf rund 3,3 Millionen nach unten korrigiert, liegt jedoch immer noch zu hoch. „Wir müssen mit allen Mitteln versuchen, einzusparen, wo es sinnvoll ist und befinden uns in den letzten Zügen der Planung“, sagt Dirnecker. Wie letztendlich gebaut werde und welche Kosten auf die Gemeinde zukämen, sei deshalb noch nicht festgelegt. Fakt sei aber, dass diese Pflichtaufgabe nicht länger hinausgeschoben werden könne, „und deshalb werden wir es mit Sicherheit schaffen, den Neubau zu realisieren und trotzdem als Gemeinde weiterhin finanziell handlungsfähig zu bleiben“, verspricht der Bürgermeister.

Bis Mitte 2025 soll das Gebäude in Betrieb genommen werden. Die Aussichten seien nicht so schlecht. Die Gemeinde liege gut im Zeitplan. Zudem seien die Zeiten zum Bauen einfacher geworden, deshalb hofft er auf freie Kapazitäten bei den ausführenden Firmen und sinkende Baupreise.

Zweites Großprojekt:
Regenwasserkanal

Die Sanierung des Regenwasserkanals ist das zweite Großprojekt, das die Gemeinde Schonstett vor der Brust hat. 600000 bis 700000 Euro sind für das Vorhaben derzeit veranschlagt. Zur Finanzierung beider Vorhaben wird laut Kämmerer sicher eine Rücklagenentnahme und Kreditaufnahme von rund zwei Millionen Euro notwendig. Hinsichtlich der Höhe und auch der Finanzierbarkeit seien derzeit aber noch viele Fragen offen, beispielsweise die Baukosten der jeweiligen Maßnahme, sodass noch keine definitiven Aussagen möglich sind. Dies werde sich erst bei der Haushaltsplanung in den nächsten beiden Monaten zeigen.ca

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