Finanzkraft reicht kaum für große Ausgaben

von Redaktion

„Die Pflichtaufgaben einer Kommune und die damit finanzielle Belastung der Gemeinde werden immer höher. Da tut sich dann eine Gemeinde wie Schonstett schwer“, sagt Bürgermeister Paul Dirnecker. Dabei liege die Finanzkraft im Verhältnis auf die Größe im Mittel aller Landkreisgemeinden. Dennoch müsse sich Schonstett langfristig nicht nur in puncto Infrastruktur, sondern auch bei den Finanzen neu aufstellen und möglichst auf 1800 Einwohner anwachsen. Das gelinge nur Schritt für Schritt. 2024 sei zukunftsweisend. Hier werde der finanzielle Rahmen für die Handlungsfähigkeit gesteckt. Sparen allein sei nicht die Lösung, denn Stagnation bringe keine Entwicklung, stellt der Bürgermeister fest. Um die wichtigsten Aufgaben zu erfüllen, sei deshalb eine langfristige Kreditaufnahme unumgänglich.

Kreditaufnahme unumgänglich

Dabei sei Augenmaß gefragt, denn die finanzielle Handlungsfähigkeit müsse erhalten bleiben. In der Gesamtschau sei da die Luft dünn. Dennoch sei die Haushaltslage als geordnet zu bezeichnen. Der Rücklagenstand liegt bei rund 1,9 Millionen Euro, der Schuldenstand betrug Jahresende 416600 Euro. Laut statistischem Landesamt lag die Finanzkraft 2023 bei rund 700 Euro pro Einwohner. Auf der Einnahmenseite zeigen sich die Einkommenssteuerbeteiligungen seit Jahren stabil. Heuer liegt der Haushaltsansatz bei rund 900000 Euro. Dagegen schwächeln die Gewerbesteuereinnahmen ein wenig. Das sei zum Teil auf die schwächelnde Konjunktur, zum Teil aber auch auf betriebliche Umstrukturierungen und Betriebsverlagerungen zurückzuführen. Der Haushaltsansatz 2024 dürfte laut Kämmerer bei etwa 400000 Euro liegen, im Vorjahr seien noch gut 600000 Euro verbucht worden. ca

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