Asylbewerber ziehen in Goldachhaus ein

von Redaktion

Kurz vor Weihnachten erreichten 49 Flüchtlinge die neu gebaute Container-Unterkunft, das „Goldachhaus“. In zwei Containern sind sie in Zimmern für zwei oder vier Personen untergebracht. Auf etwa 13 beziehungsweise knapp 28 Quadratmetern steht für jeden von ihnen ein Bett, ein Doppelspind sowie ein Tischplatz bereit.

Über Außentreppen und einen gepflasterten Gang im Freien erreichen sie Toiletten und Duschen, Aufenthalts- und Waschräume sowie die Küche, wo jeweils sechs Waschmaschinen beziehungsweise Öfen bereitstehen. Auch für Platz im Kühlschrank ist gesorgt. Der Weg zur Hauptstraße wurde noch vor ihrer Ankunft asphaltiert, um die Anbindung zum Ortskern zu erleichtern.

Wie viele Personen welcher Nationalitäten im Bus nach St. Wolfgang sitzen, war zu diesem Zeitpunkt kurz vor Jahresende noch genauso unklar wie ihr Geschlecht oder Alter. Inzwischen haben sich die Menschen aus Sierra Leone und dem Kongo sowie aus dem Jemen, Syrien und der Türkei hier eingelebt. Es handelt sich dabei um Frauen und Männer mit Babys und Kindern verschiedenen Alters.

Obwohl die Unterkunft nach den Vorgaben der Regierung von Oberbayern ausgestattet ist, fehlte es zum Einzug dennoch an manchen Kleinigkeiten, um das Ankommen der Geflüchteten zu erleichtern. Noch wichtiger sei außerdem die Unterstützung durch Helfer, damit sich die Ankommenden in einem fremden Land mit einer fremden Sprache zurechtfinden können. Sei es bei Arztbesuchen oder dem Ausfüllen von Formularen.

Auch Fahrdienste, Behördenanrufe oder der Kontakt zur Schule, damit die Kinder bald aktiv am Unterricht teilnehmen können, seien nötige Unterstützung.

Weil etliche Helfer, die für den 2015 gegründeten Helferkreis für Flüchtlingshilfe in St. Wolfgang aktiv sind, weiterhin Geflüchtete betreuen, die über die Jahre in

der Gemeinde untergekommen sind, werden nun zusätzliche Unterstützer gesucht.

Zusätzliche Helfer gesucht

Derzeit kümmert sich eine Handvoll Helfer um die Geflüchteten im Goldachhaus. Wer sich einbringen möchte, kann sich bei Familie Finger unter Telefon 08085/734 melden. Im Schaukasten an der Kirche sehen Interessierte außerdem, welche Alltagsgegenstände aktuell benötigt werden. jof

Artikel 9 von 11