Als der langjährige Flintsbacher Bürgermeister und frühere Landrat Wolfgang Berthaler und Hans Weiß unlängst geehrt wurden – der eine mit der Ehrenbürgerwürde, der andere mit der Bürgermedaille – da war ein Grund auch das Christliche Sozialwerk Degerndorf-Brannenburg-Flintsbach. Es waren nämlich jene zwei, die es mithilfe des Gemeinderates geschafft hatten, dass das Gelände des ehemaligen Klosters der Marienschwestern vom Karmel zur Heimat des Sozialwerks werden konnte.
Mutiger Einsatz für
die Senioren
Das Sozialwerk ermöglicht es älteren Menschen, so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden bleiben können.
Das ist nicht nur für deren Lebensqualität ein entscheidendes Plus, es hilft massiv auch den beteiligten Gemeinden. Für Bürgermeister Stefan Lederwascher gibt es nämlich eine besorgniserregende Entwicklung: Immer mehr kleine Seniorenheime schließen, etwa in Brannenburg, Nussdorf und Samerberg, weil ihr Betrieb unrentabel geworden ist, es fehlt nicht zuletzt auch am Personal. Eine positive Ausnahme ist hier die Übernahme des Altern- und Pflegeheimes Hofstetter in Fischbach durch Pur Vital, doch eine Einrichtung allein macht es nicht. „Wie die Senioren in Zukunft untergebracht werden können, ohne dass dafür nur noch große Fondsgesellschaften als Betreiber der Einrichtungen in Frage kommen, das wird für alle Gemeinden zu einem entscheidenden Thema werden“ meint Flintsbachs Bürgermeister. Und von daher gesehen ist auch für die beteiligen Gemeinden die „vorbeugende“ Arbeit des Sozialwerks eigentlich wichtiger denn je. jt