Info-Festival auf der Frontscheibe

von Redaktion

Head-up-Display liefert dem Fahrer einen Überblick ohne Ablenkung

Das Head-up-Display gilt vielen Autofahrern als fortschrittliche Technik. Dabei ist das Prinzip schon seit vielen Jahrzehnten bekannt. Bereits in den 1940er-Jahren wurden Head-up-Displays etwa in Kampfflugzeugen als Zielvorrichtung eingesetzt. Im Autobau kamen erste Schwarz-Weiß-Head-up-Displays in den 1980er-Jahren in Modellen von General Motors und Nissan zum Einsatz. Mittlerweile sind Head-up-Displays bei fast allen Großserienherstellern und in fast allen Fahrzeugklassen erhältlich. Zudem werden auch Nachrüstlösungen im Zubehör angeboten.

Mit Blick auf das Verkehrsgeschehen

Das Prinzip des Head-up-Displays (kurz HUD) im Automobilbau ist einfach: Es handelt sich um ein transparentes Display, das direkt in die Sichtachse des Fahrers zwischengelagert wird. Der Fahrer kann sich so mit fahrrelevanten Informationen versorgen und gleichzeitig seinen Blick auf das Verkehrsgeschehen gerichtet halten.

In Autos ohne Head-up-Display geht der Blick des Fahrers zwischen Kombiinstrument und Bildschirm in der Mittelkonsole hin und her, der Fokus auf das Verkehrsgeschehen geht dabei oft für kurze Zeit verloren. Insofern ist das Head-up-Display in erster Linie als Sicherheits-Feature gedacht. Es bietet allerdings auch einen gewissen Komfort, insbesondere im Zusammenspiel mit Augmented-Reality-Funktionen, bei denen etwa in dem vorm Fahrzeug befindlichen Verkehrsraum nützliche Zusatzinformationen eingeblendet werden.

Die entscheidenden Komponenten für ein Head-up-Display sind ein Optikmodul sowie die Projektionsfläche. Häufig kommt das Bild aus einem Projektor, der sich im Armaturenbrett versteckt. In der Regel strahlt dabei eine Lichtquelle durch ein transmissives TFT-Display, dessen grafisches Bild dann über ein Spiegelsystem in der Regel in die Windschutzscheibe abgestrahlt wird.

Damit eine Windschutzscheibe die Bildinformationen spiegeln kann, muss sie speziell beschichtet sein. In der Regel handelt es sich um Polyvinylbutyral (PVB)-Folie, die unter anderem dafür sorgt, dass keine Doppelbilder entstehen.

Vor allem Premiumhersteller liefern bei Baureihen mit HUD-Option alle Fahrzeuge mit beschichteten Scheiben aus, selbst wenn diese ohne HUD geordert werden. Andere Hersteller verzichten auf die pauschale Beschichtung, bieten aber dennoch HUD als Option an, das als Projektionsfläche jedoch eine der Windschutzscheibe vorgelagerte, transparente Scheibe aus Kunststoff nutzt. Auch so lassen sich Informationen direkt in das Blickfeld des Fahrers einspielen.

Die Lösung mit dem Zusatzscheibchen ist in der Regel auf eine kleine Projektionsfläche beschränkt, während Projektionen in die Windschutzscheibe sehr großflächig sein können.

Mario Hommen/SP-X

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