Was ist eine Arterienverkalkung?
Bei einer Arterienverkalkung, auch bekannt als Atherosklerose, sammeln sich Fett, Cholesterin und andere Substanzen an den Arterienwänden und führen zu sogenannten „Plaques“. Diese Plaques schränken im Laufe der Zeit den Blutfluss ein, was zu einem erhöhten Risiko von Herzinfarkten, Schlaganfällen und anderen Herz-Kreislauf-Erkrankungen führen kann.
Welche Hauptursache hat die Arterienverkalkung?
Die Hauptursache ist Übergewicht aufgrund einer ungesunden, zu fettreichen Ernährung. Zu den Risikofaktoren gehören Rauchen, Bewegungsmangel, Bluthochdruck, Diabetes und zu hohe Cholesterinwerte. Auch erbliche Faktoren können eine Rolle spielen. Generell kann eine altersbedingte Arterienverkalkung ab dem 65. Lebensjahr auftreten.
Was kann jeder selbst tun, um einer Arterienverkalkung vorzubeugen?
Man sollte auf eine ausgeglichene Ernährung achten, möglichst keine tierischen Fette sowie wenig Zucker, Salz und Alkohol konsumieren. Hilfreich ist auch regelmäßig Sport treiben und generell einen gesunden Lebensstil pflegen, auf das Gewicht achten, auf Rauchen verzichten und Stress möglichst vermeiden.
Welche Beschwerden hat man bei einer beginnenden Arterienverkalkung?
In den frühen Stadien hat man in der Regel keine Beschwerden. Erst im fortgeschrittenen Stadium, wenn die Arterien bereits verengt sind, können Symptome wie Brustschmerzen, Kurzatmigkeit, Schwäche und schlimmstenfalls sogar Herzinfarkte oder Schlaganfälle auftreten.
Wie verhalte ich mich, wenn ich eine Arterienverkalkung bei mir vermute?
Man sollte sich an einen Gefäßmediziner wenden, gerne an uns im InnKlinikum. Die Diagnose erfolgt durch Bluttests, eine körperliche Untersuchung – gegebenenfalls ein Belastungs-EKG – Ultraschall, CT oder Angiografie (Darstellung von Blutgefäßen mit bildgebenden Verfahren, beispielsweise Röntgen oder Magnetresonanztomografie).
Welche Behandlung empfehlen Sie?
Die Faktoren, die zur Arterienverkalkung geführt haben, müssen geändert werden. Das bedeutet kein Nikotin, wenig Alkohol und viel Bewegung. Der Blutdruck und der Blutzuckerspiegel müssen eingestellt werden. Unterstützend können spezifische Medikamente gegeben werden. Bei sehr weit fortgeschrittenen Fällen kann eine interventionelle Behandlung in Form einer Gefäßausdehnung oder eines Stents erforderlich sein. Auch ein chirurgischer Eingriff kann nötig sein, etwa eine Gefäßausschälung oder das Anlegen von Bypässen. Mindestens einmal im Jahr sollte eine Kontrolluntersuchung durch den Gefäßmediziner erfolgen.
Welche Folgen sind zu befürchten, wenn eine Arterienverkalkung nicht behandelt wird?
Bei einer nicht behandelten, fortgeschrittenen Arterienverkalkung ist ein Absterben von Gewebe, vor allem an den Füßen und am Unterschenkel, zu befürchten. Es können offene Beine auftreten, die oft mit Keimen infiziert sind, was zu einer Blutvergiftung führen kann. In diesen Fällen ist eine Notfallbehandlung wie beispielsweise eine Amputation meist unumgänglich.