Ergonomie in der Werkstatt

von Redaktion

Gute Ausstattung ist essenziell für zufriedene Mitarbeiter

Eine Möglichkeit, den Beruf des Schreiners attraktiver zu machen, ist die Gestaltung der Arbeitsplätze. Mit rund 20 Projektbetrieben und vier Projektpartnern hat Tischler Schreiner Deutschland in Zusammenarbeit mit Kooperationspartner Buckoptimal das Innovationsprojekt „Ergonomie der Werkstatt“ in Hannover gestartet.

In Attraktivität der
Arbeitsplätze investieren

Das Ergonomiekonzept hat Martin Buck aus der Beobachtung heraus entwickelt, dass vor allem größere Unternehmen vielfach in die Attraktivität der Arbeitsplätze investieren und dadurch messbare Erfolge in der Mitarbeiterbindung erzielen.

„Die Effekte waren so beeindruckend, dass ich mich gefragt habe, wie man ein solches Konzept auf die kleinen und mittleren Betriebsstrukturen im Tischler- und Schreinerhandwerk und hier insbesondere auf die Werkstatt übertragen kann“, erläutert der Gründer von Buckoptimal.

Schulungen für die
Gesundheit

Neben dem Fußboden sind weitere Handlungsfelder unter anderem saubere Luft, Heizung und Klimatisierung sowie Licht. Abgerundet wird das Angebot durch den Beitrag der Innungskrankenkasse (IKK classic), die mit ihrer jahrzehntelangen Erfahrung in der Entwicklung von Gesundheitskonzepten für betriebliche Strukturen punktet. Die kostenfreien Angebote reichen dabei von Schulungen für die körperliche und psychische Gesundheit bis hin zum Einstieg ins betriebliche Gesundheitsmanagement (BGM).

TSD-Präsident Thomas Radermacher und TSD-Hauptgeschäftsführerin Dr. Katharina Gamillscheg sehen in dem Pilotprojekt großes Zukunftspotenzial für das Tischler- und Schreinerhandwerk und sind überzeugt, damit in der Branche einen Nerv zu treffen. So hatte eine TSD-Umfrage im vergangenen Jahr ergeben, dass über 80 Prozent der Tischler- und Schreinerbetriebe in einer attraktiven Arbeitsplatzgestaltung ein Mittel gegen den Fachkräftemangel und für eine gute Mitarbeiterbindung sehen.

Ausstattung beeinflusst
die Zukunftsfähigkeit

Die Anforderungen an heutige Handwerksbetriebe haben sich verändert. Moderne Arbeitsbedingungen, Hightech-Werkzeuge und eine Wohlfühlatmosphäre in der Werkstatt beeinflussen in einem hohen Maß die Zukunftsfähigkeit. Eine moderne und auf die gesundheitlichen sowie arbeitsbezogenen Bedürfnisse der Mitarbeitenden zugeschnittene Werkstattausstattung trage nicht nur zur allgemeinen Mitarbeitermotivation bei, sie sei auch ein entscheidender Wettbewerbsfaktor bei der Nachwuchssuche.

Fragt man im Tischler- und Schreinerhandwerk nach, bestätigen acht von zehn Betrieben, dass eine gut ausgestattete Werkstatt essenziell für die Gewinnung und Bindung von Fachkräften ist. Das Innovationsprojekt „Ergonomie der Werkstatt“ nimmt ebendiesen unternehmerischen Aspekt in den Blick und entwickelt maßgeschneiderte Lösungen für ergonomisch optimierte Arbeitsumgebungen.

Die Schwerpunkte liegen auf Verbesserungen in Bereichen wie Fußböden, Beleuchtung, Heizung/Lüftung, Raumakustik, Luftqualität sowie Trage- und Transporthilfen. Hinzu kommen Schulungsangebote für die körperliche und psychische Gesundheit bis zum Einstieg ins betriebliche Gesundheitsmanagement (BGM).

Auf der LIGNA 2025 ist geplant, die Ergebnisse in einer TSD-Fachpublikation zu dokumentieren.

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