Füür Uwe Schindler ist das Volksfest ein Heimspiel. Seit dem 1. Mai leitet der in Waldkraiburg aufgewachsene Polizeihauptkommissar die dortige Dienststelle. „Back to the roots“, sagt der 54-Jährige. Hier ist er zur Schule gegangen, war Schülersprecher an der Realschule und hob als Jugendlicher seine erste Mass Bier auf dem Volksfest. Aus Waldkraiburg zog er erst 1999 weg, ist also bestens vertraut mit der Stadt.
Mit Blick auf das Volksfest betont er: „Ich freue mich drauf!“ Für ihn ist das familiäre Volksfest eine sichere Sache und das hat gute Gründe. Dazu gehört zum einen die gute Zusammenarbeit zwischen dem Veranstalter, der Stadt Waldkraiburg, den Rettungsdiensten, der freiwilligen Feuerwehr und der Polizei: „Wir stehen ständig in Kontakt und tauschen uns aus. Wie wichtig das sein kann, hat sich zum Beispiel beim Mühldorfer Traditionsvolksfest gezeigt“, erzählt Schindler. Bevor er nach Waldkraiburg kam, war er stellvertretender Dienststellenleiter der Polizeiinspektion Mühldorf, gehörte zum Krisenstab, als Starkregen und Sturm den Volksfestplatz im vergangenen Jahr regelrecht unter Wasser setzten.
Auch für die Kooperation mit der Stadt bei der Erstellung des Sicherheitskonzeptes findet er lobende Worte: „Wir sind hier beratend tätig, überlegen zum Beispiel gemeinsam, wie viele Kräfte wann wo eingesetzt werden. Das wird jedes Jahr angepasst“, so Schindler. Das vorhandene Sicherheitskonzept habe sich bewährt, so etwa die Teilsperrung der Adlergebirgsstraße. Ganz wichtig sei das Netzwerk aus Polizei, Sicherheits- und Wachdienst und der Stadt Waldkraiburg als Veranstalter, das bestens funktioniere.
Präsenz zeigen
Seine Dienststelle liegt gerade mal 250 Meter vom Festplatz entfernt, dennoch wird die Polizei vor Ort Präsenz zeigen. „Mein Eindruck ist, dass das bei den meisten Besuchern gut ankommt“, so Uwe Schindler. Allein die Anwesenheit sorge dafür, dass weniger passiert. Ist jedoch Alkohol im Spiel, kann es immer schnell mal zu Auseinandersetzungen kommen.
Neben der Polizei wird die Sicherheitswacht im Einsatz sein. Die ehrenamtlich tätigen Bürger, die unter der Führung der Polizei stehen, gehen auf Streife und dürfen zum Beispiel Platzverweise erteilen und Personalien feststellen. In Waldkraiburg gibt es die Sicherheitswacht, die ähnlich wie die Polizei eine blaue Uniformjacke trägt, seit acht Jahren. Während des Volksfestes sind sie im Umfeld des Festplatzes unterwegs.
Zusätzlich beauftragen die Festwirte Sicherheitspersonal, das im Festzelt einen Blick auf die Geschehnisse hat. Die Stadt als Veranstalter organisiert ebenfalls einen privaten Sicherheitsdienst, der unter anderem an den beiden Eingängen die Einlasskontrollen übernimmt. Es ist ratsam, große Taschen oder Rucksäcke gar nicht erst mitzunehmen. Wer gegen die Festplatz-Satzung verstößt und etwa alkoholische Getränke mitbringt, kann mit einem Bußgeld belegt werden und das kann richtig teuer werden.