Von Gesellschaftstag bis Kinderverein

von Redaktion

Bürgermeister Rainer Greilmeier ist stolz auf seine Gemeinde: „Wir wachsen moderat, der Zusammenhalt ist sehr gut!“ Das ist nicht zuletzt der Verdienst der Vereine, auch wenn nicht alle Dorfbewohner Mitglied sind. Es gibt ein Ferienprogramm und fundierte Jugendarbeit. Hier hebt er die Eisstockschützen hervor, die eine eigene Kinderbahn haben. Die Vereine „stellen Festl auf d‘ Fiaß und sind fürs Dorf da. Des macht’s lebenswert in Rattenkirchen.“

Bauchweh macht dem Bürgermeister allerdings, „dass alles bissl zach geht“, hier meint er zum Beispiel die Förderung für den Breitbandausbau, die dreimal abgelehnt wurde. „Wir sind eine kleine Gemeinde mit viel Fläche und wenigen Abnehmern“, erläutert Herr Greilmeier. Die Haushaltslage ist zunehmend schwierig geworden. Themen aus dem Bund und dem Land werden immer mehr auf den Schultern der Gemeinde abgelegt. Dennoch freut er sich, Projekte mit dem Gemeinderat umsetzen zu können.

Neuanfang Kinder- und Jugendverein

Der Kinder- und Jugendverein ist aus dem ehemaligen Kindergartenförderverein entstanden. Es gibt eine neue Vorstandschaft, eine neue Satzung und erste Aktionen: So haben die Mitglieder Kinderschminken beim Maibaumaufstellen und Sonnwendfeuer organisiert und bereiten aktuell Aktionen für das Ferienprogramm vor.

Eine weitere Stütze im Dorfleben ist die Freiwillige Feuerwehr Rattenkirchen, die sich vielseitig engagiert. So lud die Feuerwehr zum Public Viewing der Deutschlandspiele am Feuerwehrhaus ein, organisiert jährlich das beliebte Stoahoizlfest, ist im Ferienprogramm und in der Jugendarbeit aktiv.

Feuerwehrübung mit Wohngruppe

Einen besonderen Tag erlebte die FFW bei einer Übung in Eitzing, wo eine Wohngruppe der Stiftung Ecksberg lebt. Bei der Übung wurde ein Brand mit Rauch simuliert. Die Bewohner wurden über eine Leiter oder über das Treppenhaus evakuiert. Die Übung war für alle Beteiligten sehr wertvoll: für die Feuerwehr, um das Gebäude und die Bewohner kennenzulernen. Für die Bewohner und Betreuer, um zu lernen, wie man sich bei einem Brand verhält und wie die Feuerwehr arbeitet. Nach der Übung kamen alle zu einem Essen zusammen. „Das ist gelebte Integration“, freut sich Bürgermeister Greilmeier.

Entspannung bei Wohnraumnachfrage

Da Baugrund aktuell nicht so stark nachgefragt ist, nimmt das etwas Druck von der Gemeinde, neue Flächen zu bekommen. Gründe sieht der Bürgermeister in den teuren Baupreisen und den stark gestiegenen Bauzinsen. Die Gemeinde bleibt trotzdem am Ball, möchte Wohnraum schaffen und Grundstücke falls möglich kaufen. Schließlich möchte man die Jugend am Ort halten: „Auch dem Gemeinderat ist es wichtig, den Bürgern Grundstücke anbieten zu können.“

Nicht nur die Jugend hat die Gemeinde im Blick, auch für Ältere möchte man im Ort etwas bieten. Ein solches Angebot ist zum Beispiel der Gesellschaftsnachmittag. Er findet immer am letzten Mittwoch im Monat beim „Mei Wirt“ statt. Früher war das der Seniorennachmittag, der mittlerweile sowohl von Frauen als auch von Männern gut angenommen wird. Sogar eine Gruppe Damen aus Weidenbach hat ihren Stammtisch zum „Mei Wirt“ auf den Gesellschaftstag gelegt.

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