Stift und Zettel, Schnurtelefon und analoge Kamera waren gestern. Heute läuft eine Nachrichtenredaktion digital. Das betrifft nicht nur die Artikel selbst, die am Laptop getippt, per E-Mail versendet und im Redaktionssystem auf die Zeitungsseiten gesetzt werden. Fotos werden digital verarbeitet, die Redaktionskonferenzen finden per Videocall statt und überhaupt ist die Zeitung selbst nicht nur gedruckt, sondern online in verschiedenen Aufmachungen verfügbar.
Die digitale Transformation zieht sich durch den gesamten Verlag: die Buchhaltung verarbeitet Rechnungen digital, Werbung wird je nach Kundenwunsch auf den diversen Online-Kanälen veröffentlicht und die künstliche Intelligenz unterstützt bei der Qualitätssicherung.
Was hat das alles miteinander zu tun? Es braucht jemanden, der die Systeme am Laufen hält und hilft, wenn es hakt. Genau das ist die tägliche Arbeit der Mitarbeiter der Abteilung IT bei OVB MEDIA.
Große und kleine
Computerprobleme
In der IT-Zentrale geht es meistens etwas hektisch zu. Denn irgendein OVB-Mitarbeiter hat immer ein dringendes Computerproblem. Hier hat sich der Laptop aufgehängt, da kann ein Redakteur im Homeoffice nicht auf die Cloud zugreifen, dort braucht ein Praktikant ein Kabel für die Digicam. Per E-Mail oder Anruf prasseln die Aufgaben auf Markus Kroneck und seine zwei Kollegen ein. Oft stehen die Leute auch direkt in der Tür des IT-Büros. „Habt’s schon gelesen, ich hab euch eine E-Mail geschickt“, heißt es dann. „Das ist so ein Klassiker bei uns im Alltag“, sagt Kroneck schmunzelnd.
Markus Kroneck leitet die Abteilung seit 2013 und hat mit Christian Hannawald einen erfahrenen Administrator sowie mit Lukas Holzner einen motivierten Azubi im dritten Lehrjahr an seiner Seite.
Mit dem Motto „Reboot tut gut“ und einer großen Portion Gelassenheit stellen sie sich dem täglichen IT-Wahnsinn. Hilfreich dabei: jede Menge Kaffee. Daher hat auch jeder ihrer Arbeitsplätze einen Kaffeetassenwärmer. Ein bisschen technische Spielerei darf schon sein.
Ein Fall für
echte Profis
In ihrem Fach sind die drei wahre Meister. Christian Hannawald zum Beispiel ist der Mann fürs Grobe. Kein System ist vor ihm sicher, er hat keinerlei Berührungsängste vor der Technik und absolviert auch komplizierte Rechenzentrum-Umzüge.
„Vom Akkuschrauber bis zum Schlagbohrer: Wenn der Chris kommt, wird es erledigt. Er hat aber auch ein feines Händchen für die Details“, lobt Kroneck seinen Mitarbeiter.
Azubi Holzner ist der Spezialist für die neueste PC-Hardware und für die Feinmechanik. Komponenten austauschen zwischen iPhone, iPad, Mac und PC? Kein Problem für Lukas.
Abteilungsleiter Kroneck behält den Überblick und organisiert die Aufgaben. Die sind vielfältig: Die IT ist nicht nur für den gesamten internen Support mit Telefon-Hotline zuständig. Sie betreuen das hauseigene Rechenzentrum, richten die PCs und Laptops der Mitarbeiter ein, halten das Netzwerk in Schuss, verwalten die User-Accounts, kümmern sich um die benötigte Software und mehr.
Rasante
Veränderungen
So rasant, wie sich die Arbeit der Nachrichtenredaktionen verändert hat, so rasant muss auch die IT angepasst werden. Inzwischen läuft der Datentransfer komplett über die Cloud und die Kommunikation über Videocall oder Chat. Für die Journalisten hat das den Vorteil, ortsunabhängig und schnell arbeiten zu können.
Für die IT ist es eine weitere Herausforderung. Die Dienste müssen in die Cloud verlagert werden und jeder Anwender braucht Zugang zu seinen individuell benötigten Daten und Tools.
Mobile Arbeitsgeräte sind zudem angreifbarer hinsichtlich Phishing, Computerviren oder Diebstahl, was besondere Sicherheitsvorkehrungen nötig macht. „Wir müssen in all diesen Bereichen immer auf dem aktuellsten Stand sein, bei Bedarf neue Technologien auswählen und passend zum Unternehmen einsetzen“, erklärt Kroneck. Den Betrieb mit nur drei Leuten aufrechtzuerhalten, sei anspruchsvoll. Da heißt es, einen kühlen Kopf zu bewahren. Mit einem großen Maß an guter Stimmung im Team lassen sich die OVB IT-ler aber von keiner der Herausforderungen abschrecken.