Familien stets im Blick

von Redaktion

Obertaufkirchen – Es ist Sommer und damit die Zeit vieler Feste und Veranstaltungen. Ein besonderes Fest konnte der Kindergarten anlässlich seines 30-jährigen Bestehens feiern mit einem Festgottesdienst im Zelt, Stände mit Leckereien und einem bezaubernden Zirkusauftritt der 140 Kinder.

Blaulichtdisco am Freitag

Eine besondere Veranstaltung ist jedes Jahr die Blaulichtdisco der FFW Obertaufkirchen. Es ist die größte Jugendveranstaltung im Landkreis. Übertroffen werden soll heuer der Besucherrekord von 3000 Jugendlichen im vergangenen Jahr.

18 Bauparzellen

Die Finanzlage ist angespannt. Wegen des Finanzausgleichs besteht im Gemeindehaushalt 2024 insgesamt wenig Spielraum für größere Unterhaltsmaßnahmen oder für neue Investitionen. „Für dieses Jahr sind daher nur gemeindliche Investitionen geplant, die wegen zugesagter Förderungen nicht verschoben werden können oder deren Kosten von Privaten mitfinanziert werden“, erklärt Bürgermeister Franz Ehgartner. Bereits angelaufen sind die Arbeiten zur Erschließung der Erweiterung des Gewerbegebiets in Straß. Ein Gewerbebetrieb soll erweitert werden, hierbei hilft eine private Seite bei der Vorfinanzierung. Weiter setzt die Gemeinde wieder auf eine vorausschauende Ortsplanung. Um für die Zukunft eine nachhaltige Ortsentwicklung zu gewährleisten, sollen Grundstücke zu angemessenen Preisen für Familien zur Verfügung gestellt werden, die bauen wollen. Der Gemeinderat hat das Baugebiet „Am Unterfeld“ in Oberornau auf den Weg gebracht. Die Erschließung lief bereits 2022. Inzwischen konnten das unterirdische Regenrückhaltebecken und die Vermessung der Bauparzellen abgeschlossen werden. „Damit stehen nun 18 attraktive Bauparzellen für Einzel- und Doppelhäuser zur Verfügung“, so der Bürgermeister.

Ebenfalls für Oberornau wurde ein neues Feuerwehrfahrzeug angeschafft, das das mehr als 30 Jahre alte Löschfahrzeug ersetzt. Es wurde mit kirchlicher Segnung sowie einem Festakt eingeweiht. Die Kosten für das neue Fahrzeug beliefen sich auf rund 405000 Euro, dazu gewährte der Freistaat einen Zuschuss von 73000 Euro.

An der Grundschule in Obertaufkirchen konnte eine Photovoltaikanlage mit Speichersystem eingebaut und in Betrieb genommen werden. Die Gesamtkosten für die Anlage beliefen sich auf 46000 Euro.

Wichtige Projekte vorantreiben

„Der Ausbau der Straße zwischen Oberornau und Steinkirchen und der Neubau der Neuhauser Brücke sowie der Bau eines begleitenden Radwegs sind unsere wichtigen Verkehrsprojekte“, so der Bürgermeister. Im ersten Bauabschnitt erhielt die Straße auf einer Länge von knapp 1,5 Kilometern einen neuen Geh- und Radweg und eine neue Asphaltdecke. Die Brücke über den Ornaubach wurde ersetzt. Die feierliche Verkehrsfreigabe der Straße und des neuen Radwegs fand im Juni mit der kirchlichen Segnung von Pfarrer Thomas Barenth statt. Für einen zweiten Bauabschnitt wurde bereits eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben. Ein weiteres Projekt, das keinen Aufschub duldet, ist die Ertüchtigung und Erweiterung der Kläranlage, die gemeinsammitSchwindegg genutzt wird. Die wasserrechtliche Erlaubnis wird nicht verlängert, denn die Anlage ist seit 1979 in Betrieb und die Belastung seitdem gestiegen. Die Erweiterung befindet sich in der Planungsphase. Sobald die Baugenehmigung und die wasserrechtliche Erlaubnis vorliegen, kann die Ausschreibung der Bauarbeiten beginnen. Die Kosten werden zwischen Schwindegg und Obertaufkirchen aufgeteilt. Eine erste Schätzung lag bei 6,3 Millionen Euro. Ein im Vergleich dazu kleineres Projekt ist der Austausch der Heizung im gemeindlichen Anwesen Kirchplatz 10. Die bestehende Ölheizung ist wenig klimafreundlich und soll im Sommer durch eine Pelletheizung ersetzt werden. Hierfür sind rund 200000 Euro veranschlagt. Die Kosten werden mit einem Fördersatz von 25 Prozent bezuschusst.

Zukunftsmusik ist hingegen noch der Neubau des Feuerwehrhauses in Obertaufkirchen. Aufgrund der Entwicklung der Baupreise soll der Bau in zwei Bauabschnitten erfolgen. Zunächst soll der Zentralbau des Feuerwehrhauses auf den Weg gebracht werden, dann der Bau der Bauhof-Fahrzeughalle.

Auch die Verbesserung des Hochwasserschutzes in Oberornau bleibt weiterhin ein Ziel der Gemeinde: „Wir wünschen uns eine möglichst zeitnahe Umsetzung, wobei wir uns hier einen deutlich größeren Rückhalt durch den Freistaat Bayern wünschen würden. In den kommenden Jahren werden wir uns darauf konzentrieren, diese großen Zukunftsprojekte umzusetzen.“

Die Luberkapelle

Auch wenn heute die A94 an der Luberkapelle vorbeigeht, ist sie immer noch ein lohnendes Ausflugsziel. Radfahrer und Wanderer können hier eine Rast einlegen und auf der erst kürzlich erneuerten Bank den Ausblick genießen. sn

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