Aktives Dorfleben

von Redaktion

Jettenbachs Vereine kümmern sich rührend um ihre kleinste Gemeinde im Landkreis. Allen voran der Sportverein und der Heimat- und Kulturkreis sind tatkräftig dabei, wenn es um das Organisieren von Veranstaltungen geht.

75 Jahre Spielvereinigung

Jettenbachs Sportverein (SpVgg) feierte am letzten Juniwochenende sein 75-jähriges Bestehen und stellte ein dreitägiges Programm auf die Beine. Sogar aus der Pfalz reisten 50 Gäste eines befreundeten Sportvereins an. Insgesamt zählten die Veranstalter 300 Gäste. Neben Musik, Barbetrieb, Gottesdienst und Festansprachen kam das umfangreiche Kinderprogramm mit Schnitzeljagd, Zauberkunst, Parcours und Hüpfburg, Darts und Torwandschießen gut an. Die Tennisabteilung bot ein Schnuppertraining mit Geschwindigkeitsmessung des Aufschlags an. Selbstverständlich durfte abends das Public Viewing nicht fehlen. Zusätzlich entstand eine 104-seitige Festschrift.

Ende Juni stand die alle zwei Jahre stattfindende Veranstaltung „Boarisch singa und spuin“ auf dem Programm. Werner Maier und Erwin Rehling besuchten den Obermaierhof in Jettenbach. Der Heimat- und Kulturkreis setzt sich mit dieser Veranstaltung gezielt für die Mundart- und Brauchtumspflege ein. Der Perkussionist Rehling entlockte Kuhglocken, Tonscherben und Trommeln zuweilen eigenwillige Klänge. Kabarettist und Musiker Meier ergänzte den Abend um Kindheitserinnerungen. Am 13. September tritt Werner Meier erneut in Jettenbach auf, diesmal mit seinem Programm „Meiers Auslese“. Der Sportverein veranstaltet das Event im Rahmen seines Jubiläums.

Froschkonzert auf der Büffelweide

Am 13. Juli fand das traditionelle Wasserbüffelfest am Sportplatz Jettenbach neben der Büffelweide statt. Führungen, Kaffee und Kuchen sowie Spezialitäten vom Grill standen auf dem Programm. Am späten Nachmittag endete das Fest für die zweibeinigen Besucher, doch Abendruhe gibt es auf der Jettenbacher Büffelweide des Bund Naturschutz selten. Jetzt im Sommer ist Konzertzeit: Seefrösche, Unken und Laubfrösche rufen um die Wette, mit dem Ziel, die Damen der jeweiligen Art zu beeindrucken. Dabei ist der Seefrosch der lauteste Sänger. Sein lautes Lachen – sein lateinischer Name Rana ridibunda bedeutet „der Lachende“ – ist gut erkennbar. Besonders oft ertönt es aus dem Teich in der Weide unterhalb des Aussichtsturmes. „Das Äp,Äp,Äp des Laubfroschs ertönt oft aus den Tümpeln unterhalb der Eichenleite“, berichtet Biologe Dr. Andreas Zahn. „Er kann klettern und seine Rufe erschallen dann manchmal sogar aus den Baumwipfeln.“ Der Ruf der Gelbbauchunke ist aus kleinen Tümpeln und Büffelsuhlen auf der Weidefläche zu vernehmen. „Sie meidet größere Gewässer, da ihre wenigen Kaulquappen nur dann eine Chance haben, wenn es in ihrem Gewässer kaum Feinde wie Libellenlarven oder Fische gibt“, so Zahn. Der Bund Naturschutz überprüft seit vielen Jahren die Bestände der Amphibien auf der Büffelweide. Zusätzlich zu den drei Sängern kommen auch Grasfrosch, Erdkröte, Berg- und Teichmolch dort vor.

Lösung für Breitbandausbau?

Der Gemeinderat arbeitet derweil an einer Lösung für den Breitbandausbau. Eigentlich sollten bis Ende 2023 um die 15000 Haushalte in Waldkraiburg, Kraiburg und Jettenbach angeschlossen sein: „Leider lässt sich der geplante eigenwirtschaftliche Ausbau mit der Deutschen GigaNetz GmbH nicht realisieren, nachdem die Stadt Waldkraiburg den Breitbandausbau mit einem anderen Netzbetreiber vornimmt“, bedauert Jettenbachs Bürgermeisterin Maria Maier. „Somit ist die Investition für dieses Unternehmen nicht mehr rentabel – die Firma hat sich zum Jahresbeginn zurückgezogen.“ Auch der Breitbandausbau im Neubaugebiet stockte. Inzwischen habe sich die Firma Vodafone gemeldet und eine Ausbaubekundung zumindest im Neubaugebiet in Aussicht gestellt. „Unser Breitbandpate aus der Verwaltung Kraiburg ist nach wie vor um eine akzeptable Lösung bemüht“, so Meier. Umgesetzt werden konnten dafür bereits zahlreiche Sanierungsarbeiten in und an der Mehrzweckhalle sowie an Gemeindegebäuden im Rahmen einer Fördermaßnahme zur Energieeinsparung, darunter die LED-Umrüstung der Straßenlaternen, der Ausbau der Stromproduktion durch Photovoltaik auf den Dächern der Gemeindegebäude und die Sanierung der Mehrzweckhalle. In der Mehrzweckhalle wurde mit dem Fenstertausch begonnen. Auf der Südseite der Halle gibt es eine neue Beschattungsanlage. Auch die Sanierung der Beleuchtungsanlage ist abgeschlossen. Dabei wurden gleichzeitig die Deckenplatten der Halle neu ausgerichtet und befestigt.

Leitkonzept für Kindergarten

Im Februar stellte der Gemeindekindergarten sein Leitkonzept vor. Fünf Erzieherinnen kümmern sich in einer Gruppe um die Kinder. Diese sind zwischen zweieinhalb und sechs Jahre alt. Der Infotag zum Leitkonzept fand große Resonanz bei den Familien. Der Elternbeirat organisierte eine Tombola, der Hauptgewinn: ein Bobbycar. „Das pädagogische Konzept orientiert sich an der Lebenswirklichkeit der Kinder und ihren Familien. In der Ausarbeitung finden die Eltern die Arbeitsgrundlagen und die Ziele der Pädagogik“, so Maier. ahn

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