Erhartinger Bier, Hendlgrillerei, Musi, Schankkellner: Wenn es um das Volksfest geht, kann Festwirt Markus Leserer in seinem Heimatort Erharting wieder einmal aus dem Vollen schöpfen. Zu den Musikern gehören „D’Erhartinger Spitzbuam“, allen voran Martin Kolm, der bereits seit über 27 Jahren auf der Bühne steht. Mit zehn Jahren hat er angefangen, die steirische Harmonika zu spielen. Seit Jahren ist er ein gefragter Unterhalter auf privaten Feiern bis hin zum Volksfest.
„Erhartinger Bier, Gigerl vom Leserer, die Musi, und viele Bedienungen: Im Prinzip wuppt unser Dorf das Festzelt und das macht stolz und schweißt zusammen“, lacht Martin Kolm. Wie im vergangenen Jahr wird er an zehn Tagen, außer am ersten Freitag, auf der Bühne im Leserer Festzelt mit der Steirischen aufspielen. Mit dabei auch sein Sohn Jonas, der schon mit vier Jahren mit einer kleinen Spielharmonika auf der Bühne mitmischte. Jeden Tag spielen sie von 12 bis 14 Uhr und von 15 bis 18 Uhr auf. Es ist ein bisschen wie ein Marathonlauf, erzählt Kolm: „Man braucht Training, Ausdauer und Durchhaltevermögen.“
D’Erhartinger Spitzbuam
heuer zu dritt
Aber am Ende treibt ihn die Leidenschaft an und natürlich auch, dass er zusammen mit seinem Sohn Jonas wieder auf der Bühne stehen wird. Der 20-Jährige hat pünktlich zum Volksfest seine Schreiner-Ausbildung abgeschlossen und kann quasi in vollen Zügen feiern. Dieses Jahr stehen die beiden zum ersten Mal zusammen mit Josef Eisner aus Mettenheim auf der Bühne. Den kennt Jonas aus Schulzeiten: „Das bringt ein bisschen Entlastung. Und wer weiß, was sich daraus entwickelt“, meint Martin Kolm.
Selbst „Last Christmas“ geht
Im Gepäck haben sie wieder ihren Grundstock an volkstümlicher Musik und Schlagern. Sie beherrschen die Palette rauf und runter. „Unsere Stärke ist, dass wir sehr variabel sind und auch spontan reagieren können.“ So geschehen etwa beim letzten Volksfest, als am Montagnachmittag der Cobra-Stammtisch zu Gast war und „Last Christmas“ von Wham hören wollte. „Hat geklappt“, kommentiert Kolm. Aber das war auch für ihn Premiere.
Trotz aller Gaudi ist es eine schweißtreibende Angelegenheit, gerade bei hohen Temperaturen. „Da rinnt einem das Wasser schon mal den Rücken runter“, so der Musiker. Schließlich sitzen sie auch noch einen Meter höher als die feierfreudigen Gäste. Zum Glück gibt es aber mittlerweile LED-Strahler, die bei weitem nicht so warm werden.
Vorwallners sorgen für
den Bierfluss
Die beiden sind nicht das einzige Vater-Sohn-Gespann im Festzelt. Dafür, dass das Bier fließt, sorgen unter anderem Schankkellner Stephan Vorwallner und sein Sohn Markus, der im Leserer Zelt die „Zeichenkasse“ verwaltet. Die Bedienungen rufen, wie viele Massen oder Radler sie brauchen, und er kümmert sich. Für Stephan ist es sein Hobby: 39 Jahre lang, mit Ausnahme der Corona-Zeit, hat er sich drei Wochen Urlaub genommen, um auf dem Oktoberfest auszuschenken.
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