Seit April hat die Gemeinde Engelsberg einen neuen Kämmerer: Alexander Fuchs. Seit Jahresbeginn hatten Bürgermeister Martin Lackner und seine Mitarbeiter diese Aufgabe übernommen. Nun können sie ihren Fokus wieder auf die Projekte richten. Rund 120000 Euro sind im laufenden Jahr für die Straßensanierungen vorgesehen. Damit die Schuldenlast nicht auf einmal so hoch ist, werden die Abwasserkanäle jährlich nach und nach saniert. Der Breitbandausbau der dritten Ausbaustufe steht an. Lackner hofft, dass er in den nächsten drei Jahren abgeschlossen sein wird. Mitte vergangenen Jahres startete die Gemeinde-App: „Sie wird sehr gut angenommen“, berichtet das Gemeindeoberhaupt. „Eine aktualisierte Version gibt es ab Mitte August.“ Momentan läuft die Erschließung von 34 Parzellen im Baugebiet „Am alten Pfarrhof Süd“. Im angrenzenden Baugebiet „Am alten Pfarrhof Nord“ entstehen rund 25 Parzellen. Aktuell gilt es hier für die Gemeinderatsmitglieder, den Bebauungsplan festzulegen. Die Hälfte der Grundstücke vergibt die Kirche auf Erbpachtrecht, die übrigen Grundstücke teilt die Gemeinde über ihr Einheimischenmodell zu. 70 Anfragen liegen bereits vor.
Eine zweite Kinderkrippengruppe startet ab September, zunächst im Rahmen einer vorübergehenden Betreuung im St. Andreaskindergarten. Der Einbau der neuen Gruppe ist genehmigt. Derzeit wird die Ausschreibung erstellt. Anfang 2025 soll der vorgesehene Krippengruppenraum bezogen werden.
Kommendes Jahr steht die Grundsanierung des Rathauses an: „Das Gebäude stammt aus dem Jahr 1990, da muss etwas gemacht werden“, so Lackner. „Das Rathaus wird behindertengerecht ausgebaut. Die Böden, die Büros insgesamt und der Sitzungssaal werden erneuert.“ Und auch nebenan wird saniert: Die Beleuchtung in der Mehrzweckhalle der Grundschule wird auf LED-Technik umgestellt. Auch die Schulsportanlage gilt es zu bauen. Das erfolgt wahrscheinlich 2026. Mit dem Abschluss des Baus des Begegnungsparks Inhausen ziehen die Engelsberger Blaskapelle, die Andreasbläser in den kleinen Turnraum der Schulturnhalle.
Begegnungspark als
Treffpunkt für alle
Der Begegnungspark wird voraussichtlich im Dezember fertig. „Die Einweihung planen wir für Mai oder Juni 2025, sodass wir draußen feiern können“, sagt Konrad Bernhart, Abteilungsleiter Fußball des TuS Engelsberg und Projektkoordinator. In den kommenden sechs Wochen werden Wege, Flutlicht, Ballfangzäune und die Tribüne aufgebaut. Ein Roboter mäht bereits emsig den Rasen der Fußballplätze. Im Funktionsgebäude führt ein Spielertunnel aufs Spielfeld sowie rechts und links zu den vier Umkleidekabinen mit jeweils sechs Duschen. In der ersten Etage gibt es eine Sprecherkabine. Hier schließen sich der Funktionsraum und ein Büro an. Das gesamte Funktionsgebäude steht den Engelsberger Vereinen und Gruppen wie der Mutter-Kind-Gruppe zur Verfügung. Die Gebäude für die Tennisspieler und Stockschützen bleiben bestehen.
Für die gesamte Bevölkerung steht eine Terrasse im ersten Stock bereit mit Lager, Kühlung und einem Kiosk. Die Terrasse wird noch mit Erde aufgefüllt, sodass Besucher künftig ebenerdig über eine Wiese dorthin gelangen können. Einen Aufzug vom Erdgeschoss in die erste Etage gibt es ebenfalls. Von der Terrasse erwartet Besucher ein herrlicher Blick Richtung Engelsberg. Dem Gebäude schließt sich im Westen ein Kinderspielplatz an. An der östlichen Seite des Vereinsheims entsteht eine Boulderwand, gefolgt von Kletterpark, Soccerfeld und Calisthenicsanlage mit Sportgeräten für Erwachsene. Boccia-Feld und Tischtennisplatten vervollständigen die Anlage. Die Gemeinde finanziert den Bau des Funktionsgebäudes und des Parkplatzes. Hier sind die Kosten gedeckelt. Den Bau der Sportanlagen finanziert der TUS Engelsberg. Die Kostenkalkulation von drei Millionen Euro überschreitet das Projekt etwas. „Wir sind gut im Rahmen“, berichtet Bernhart. „Aber es kommen immer noch viele Kleinigkeiten dazu, sodass wir hier etwas über unsere Kalkulation kommen.“
Neues BRK-Fahrzeug
Im Juli konnte die Engelsberger Ortsbereitschaft des BRK ihren neuen Krankentransportwagen einweihen. Das Fahrzeug ersetzt den alten Mannschafts-Transportwagen.
Viel Zeit und Arbeit haben die Mitglieder der Bereitschaft zuvor in Fahrzeug und Ausstattung gesteckt. Das neue Fahrzeug, das gebraucht gekauft wurde, ließ sich ausschließlich mit Spendengeldern finanzieren. Es steht nun für den ehrenamtlichen Sanitätsdienst, die Jugendarbeit und die Schnelleinsatzgruppe bereit. Die Schnelleinsatzgruppe wird zur Unterstützung des Regelrettungsdiensts alarmiert.
150 Jahre Frauen-
gemeinschaft
Am 17. Oktober steht dann das 150-jährige Gründungsjubiläum der Frauengemeinschaft (KFD) Engelsberg mit Festgottesdienst und weiteren Feierlichkeiten an. Zu dem Anlass wird die Kirchenfahne der KFD restauriert.ahn