Im Osten des Landkreises geht es vorwärts beim Breitbandausbau. In Oberneukirchen erweisen sich die Arbeiten aufgrund der Wasserleitungsbauten vor einigen Jahren als weniger problematisch als in anderen Gemeinden. Spatenstich der Ausbaustufe drei war Mitte Juni. „Wir sind gerade mittendrin. Die Ortsteile, die Siedlung und einige Gehöfte werden angeschlossen“, berichtet Bürgermeisterin Anna Meier. Sie rechnet damit, dass die Arbeiten Mitte bis Ende August fertiggestellt sind. Das neue Netz ermöglicht Bandbreiten bis zu einem Gigabit pro Sekunde. Für den weiteren Ausbau ist die vierte Ausbaustufe gerade beantragt worden. Derzeit wartet die Gemeinde auf Antwort.
Der Anbau und Umbau der Feuerwehr Oberneukirchen konnte in der Zwischenzeit abgeschlossen werden. Im Neubau stehen nun weitere Toiletten zur Verfügung. Im kompletten Feuerwehrgebäude wurden Estrich und Heizungsrohre erneuert und die Heizung ersetzt.
Neues Kinderhaus
Seit März steht der Name des Kinderhauses fest: ONKids. Dafür hatten 24 der rund 100 Teilnehmer gestimmt. Bürger und Bürgerinnen waren zuvor aufgerufen worden, Namen für das Kinderhaus vorzuschlagen. Anschließend durfte die Bevölkerung darüber entscheiden. Das Gebäude wird Platz bieten für eine Kinderkrippe mit zwölf Plätzen, eine Kindergartengruppe mit 25 Plätzen und einen Hort mit 15 Plätzen. Der zweigeschossige Bau mit Aufzug wird nahe der Schule entstehen.
Die Pläne stehen bereits: Der Kindergarten wird eine Gebäudefläche von 31 auf 15 Meter haben und nicht unterkellert sein. Außerdem wird auf dem Dach eine Photovoltaik-Anlage zur Stromerzeugung installiert. Der damit erzeugte Strom könnte auch das Schulgebäude mitversorgen. Auch die Heizung soll Wärme für die Schule gleich mit erzeugen. Bürgermeisterin Meier möchte die betagte Ölheizung der Schule gerne gegen eine effizientere und energiesparendere Lösung ersetzen. Rund 3,6 Millionen Euro veranschlagt die Gemeinde für den Bau des Kinderhauses. Aktuell geht es in die Genehmigungsplanung, danach stehen Ausführungsplanung und Ausschreibungsphase an. Die ursprünglich geplante Einweihung im September 2025 wird sich wohl verschieben, meint Meier.
Trauzimmer im
Pfarrhof
Auf dem Gelände des Kindergartens ist auch der Bau des künftigen Gemeindehauses vorgesehen. Bislang tagt der Gemeinderat im bestehenden Gemeindehaus. „Der Sitzungssaal ist O.K., aber nicht sehr festlich“, sagt Bürgermeisterin Meier. Der derzeitige Trauungsraum befindet sich daher in der örtlichen Raiffeisenbank. „Wir sind sehr glücklich, diese Lösung zu haben, aber leider befindet sich der Sitzungsraum im zweiten Stock ohne Fahrstuhl“, erläutert das Gemeindeoberhaupt. „Und die älteren Verwandten mit Rollstuhl oder Rollator möchten doch auch dabei sein, wenn die Enkel oder Urenkel heiraten.“ Die Pläne für den Neubau des Gemeindehauses stellt die Gemeinde jedoch erst einmal zurück, der Kindergarten hat Vorrang. Eine neue Übergangslösung hat sich im Pfarrhof gefunden: Dort wird ein Bürgerbüro plus Sitzungssaal eingerichtet, alles ebenerdig. Hier können künftig auch Trauungen stattfinden. „In der angrenzenden Blockhütte lassen sich dann schöne Sektempfänge ausrichten“, so Meier. Kleinere Umbaumaßnahmen wird es zuvor noch geben.
Viel Anklang fand der Tag der Sicherheit, der im Mai auf dem Hof der Familie Staudhammer im Ortsteil Unterndorf stattfand und an dem für 86 Kinder teilnahmen. Unter anderem informierten das Bayerisches Rotes Kreuz und die Verkehrspolizei über die Gefahr defekter Radhelme und zeigten Maßnahmen zur Ersten Hilfe auf. Auf das Löschen von brennendem Fett ging die freiwillige Feuerwehr ein. Förster und Forstwirtschaftsmeister klärten über die Notwendigkeit von Schutzkleidung bei der Waldarbeit auf. Um generell Stürze und damit Verletzungen zu verhindern, sollte man das Gleichgewicht stets gut trainieren. Das konnten die Kinder gleich vor Ort auf einer Slackline üben. ahn