9000-mal haben Besucher den Parkservice genutzt

von Redaktion

Seit über 30 Jahren organisieren die Rennbahnvereine den Parkservice

Der deutsche Autofahrer ist ein gnadenloser“, sagt Josef Frohnwieser im Scherz und mit einer Prise Ernst. Er weiß, wovon er spricht. Seit rund drei Jahrzehnten organisieren die Rennbahn-Vereine, federführend der MSC Mühldorf, die Parkplätze während des Volksfestes: „Der Parkplatz muss abgesteckt und die Leute müssen eingewiesen werden. Sonst macht hier jeder, was er will und das Chaos wäre vorprogrammiert“, erzählt Josef Frohnwieser vom MSC Mühldorf.

Trotzdem kann er nicht einfach jedes Jahr das gleiche Konzept aus der Schublade ziehen, weil immer etwas Neues passiert: „Dieses Jahr haben wir zum Beispiel einen neuen Festwirt und neues Bedienpersonal, die eingewiesen werden müssen“, so Frohnwieser.

Im vergangenen Jahr haben auf die elf Tage verteilt rund 9000 Leute den Parkservice genutzt. „Wenn wir alles optimal einteilen, können wir auf der Wiese in der Rennbahn maximal bis zu 2000 Autos unterbringen“, so Frohnwieser. Aber natürlich ist der Parkplatz nicht jeden Tag gleich voll.

Über 50 Leute sind für den
Parkservice im Einsatz

Rund 50 Leute, Vereinsmitglieder des MSC und auch des FC Mühldorf, helfen mit, den Parkplatz zu bewirtschaften. An normalen Werktagen geht der Einsatz von 13 bis 22 Uhr in zwei Schichten. Jede Schicht ist mit acht Leuten besetzt, also 16 Leuten pro Tag. Frohnwieser kann auf ein paar Leute bauen, die den Dienst an allen Tagen komplett durchziehen: Jeden Tag Absperrungen kontrollieren, ausbessern, falls nachts etwas kaputt gemacht wird.

Ob bei heißen Temperaturen oder im strömenden Regen, die Leute stehen immer da, auch wenn es nicht angenehm ist: „Wir machen das gerne. Das ist unser Beitrag zum Volksfest.“ Und den sollte man nicht unterschätzen, denn der Parkplatz ist für alle Volksfestbesucher, die mit dem Auto anreisen, das erste, was sie betreten: „Wir bemühen uns, einen guten Eindruck zu hinterlassen, sodass die Leute gut gelaunt aufs Volksfest gehen können.“

Spitzenzeiten und besondere
Ereignisse

Besonders hoch her geht es an dem Wochenende, an dem der internationale Trachten- und Schützenzug stattfindet. Da braucht er noch einmal zehn bis 15 Leute mehr. Auch am letzten Tag herrsche großer Andrang wegen des Feuerwerks.

Eine echte Herausforderung war für seine Mannschaft das Jubiläum im Jahr 2022, als auf die Schnelle beim großen Trachtenumzug 90 Busse extra untergebracht werden mussten. „Das war eine Hausnummer, aber auch das haben wir auf die Reihe bekommen.“

Über 700 Stunden bei Wind
und Wetter im Einsatz

Im vergangenen Jahr sind so fast 700 Arbeitsstunden zusammengekommen. Während die einen feiern, macht das Parkplatzpersonal seinen Dienst. „Der Samstag, an dem der Platz von Regenmassen überschwemmt war, war sehr schwierig, auch die Folgetage waren noch sehr nass. Leider hatte die Bahn damals massiven Schaden genommen, weil die Autos statt auf der Wiese auf der Bahn parken mussten. Mit Blick auf die zwei Wochen später stattfindende Weltmeisterschaft im Sandbahnrennen war das alles andere als optimal“, erinnert sich Frohnwieser.

Humor ist gefragt
beim Einweisen

Normalerweise parken die Autos im Innenfeld der Rennbahn auf der Wiese. Wer bei nassem Untergrund mit Stöckelschuhen zum Volksfest will, ist da nicht so gut aufgestellt. „Beim Einweisen braucht es generell viel Humor“, betont Frohnwieser. Nörgler gebe es immer, aber eben auch viele Leute, die sich für den Service bedankten. Auch gebe es einige Schausteller, die vorbeikommen und gebrannte Mandeln oder anderes spendieren: „Das kommt natürlich gut an!“, so Frohnwieser.

Ein Wermutstropfen ist die Bushaltestelle: „Viele kommen schon gut vorbereitet aus dem Bus gestiegen, haben es sehr eilig und schaffen es nicht mehr bis zur Toilette. Dann stehen sie aufgereiht am Zaun und erleichtern sich dort. Das ist das einzige Ärgernis.“

Gute Zusammenarbeit
mit Bauhofmitarbeitern

Was besonders gut läuft, ist die Zusammenarbeit mit dem Bauhof: „Die sind immer da, wenn etwas passiert und wir Hilfe brauchen!“

In diesem Jahr hat er alle Helfer bereits organisiert. Aber wenn sich Schüler und Studierende im kommenden Jahr etwas verdienen wollen, können sie sich gerne beim MSC melden. vk

Artikel 7 von 11