Qualität und Optik im Fokus

von Redaktion

Die Druckvorstufe kreiert Anzeigen, korrigiert Texte und kontrolliert die Qualität

Die Mitarbeiter der Druckvorstufe sind echte Tausendsassas. Sie werden in unterschiedlichen Bereichen eingesetzt und müssen dafür vielseitige Fähigkeiten mitbringen: Grafisches Vorstellungsvermögen, Teamfähigkeit und gute Rechtschreibkenntnisse gehören unter anderem dazu. Die Druckvorstufe ist das Bindeglied zur Druckerei. Ohne sie gibt es schlichtweg keine Zeitung.

Die Abteilung umfasst drei Bereiche: den Anzeigensatz, das Korrektorat und den Seitenumbruch. „Um Produktionssicherheit zu gewährleisten, ist es notwendig, die vielen Aufgaben weitestgehend auf alle Mitarbeiter zu verteilen“, erklärt Stefan Herz. Er leitet seit 2016 die Abteilung mit zwölf Arbeitskräften. „In der Druckvorstufe laufen Informationen aus dem Verkauf und der Redaktion zusammen – das macht die Aufgabe so interessant.“

Ansprechende
Anzeigen

Kreativität, ein Gefühl für Farben, ein geschultes Auge für Gestaltung und Teamwork erfordern die Aufgaben im Anzeigensatz. Die Mitarbeiter erstellen die Anzeigen für die Print-Ausgaben. Wenn ein Kunde zum Beispiel ein besonderes Angebot anpreisen will, bucht er bei den Medienberatern einen Platz in der Zeitung. Sobald der Berater alle notwendigen Infos ins System eingegeben hat – etwa die Größe und Gestaltungswünsche – kann der Anzeigensatz loslegen. Er öffnet den Auftrag in seinem Grafikprogramm und kreiert eine Anzeige. Diese muss einige Anforderungen erfüllen: Sie soll stimmig aussehen, damit sie dem Leser ins Auge fällt. Außerdem muss sie alle notwendigen Informationen enthalten. Und schließlich muss sie qualitativ gut gemacht sein, darf zum Beispiel keine Rechtschreibfehler enthalten. „Die Aufgabe ist sehr vielseitig und anspruchsvoll“, sagt Stefan Herz. Zu den Herausforderungen gehört unter anderem, den oft viel zu langen Text in einer kleinen Anzeige leserlich unterzubringen und bei Bedarf über eventuelle Verbesserungen zu beraten.

Anzeigen kreieren ist nur ein Teilbereich. Im Anzeigensatz wird auch die jeden Donnerstag erscheinende Rubrik „Tipps&Termine“ erstellt, für die Kollektivredaktion werden Seitenköpfe für Kollektive gestaltet und für die Redaktionen werden Bildbearbeitungen durchgeführt.

„Die Anzeigen werden alle aus einem System heraus bearbeitet. Damit auch der Standort Mühldorf die Nähe zum Anzeigensatz hat, arbeiten zwei Mitarbeiter direkt in Mühldorf“, so Stefan Herz.

Tippfehlern auf
der Spur

Eine echte Mammutaufgabe haben die Mitarbeiter im Korrektorat. Sie sorgen dafür, dass die täglichen Ausgaben weitestgehend fehlerfrei an die Leser herausgegeben werden. „Wer gerne liest und großes Interesse am lokalen Geschehen hat, ist in diesem Job an der richtigen Stelle“, so Stefan Herz. Die Korrektoren suchen nicht nur nach Rechtschreib-, Grammatik- oder Tippfehlern. Sie müssen auch die Inhalte durchblicken und logische Widersprüche sowie falsche Fakten wie etwa Namen oder Zahlen erkennen. Während eines Arbeitstages von fünf bis sieben Stunden ist höchste Konzentration gefragt. Daher arbeiten die Mitarbeiter in diesem Bereich auch getrennt von der restlichen Abteilung in einem separaten und ruhigen Raum.

Bis vor gut sechs Jahren fand die Korrektur noch auf großen ausgedruckten DIN- A2-Papierbögen statt. Die Mitarbeiter haben mit Rotstift korrigiert und die Kollegen vom Seitenumbruch haben die Korrekturen in das Redaktionssystem übertragen. Inzwischen arbeiten die Korrektoren am Bildschirm und können ihre Änderungen direkt ins System eingeben.

Der Anspruch:
Höchste Qualität

Einen exakten Blick brauchen auch die Mitarbeiter im Seitenumbruch. Sie müssen außerdem in der Lage sein, in stressigen Situationen einen kühlen Kopf zu bewahren und in Eile Entscheidungen zu treffen. Denn der Seitenumbruch ist das wichtigste Bindeglied zur Druckerei. Geht hier etwas schief, kann es zu schwerwiegenden Verzögerungen beim Druck kommen.

Eine der wichtigsten Aufgaben ist das Versorgen der Druckerei mit druckfähigen PDFs. Diese müssen so angepasst sein, dass der Druck auf dem Zeitungspapier funktioniert. Das Papier der Zeitung unterscheidet sich von anderen Papierarten zum Beispiel hinsichtlich der Saugfähigkeit von Druckerfarbe. Bevor die PDFs mittels eines Übergabeordners im System an die Druckerei geliefert werden können, erfolgt ein aufwendiger Prozess der Qualitätskontrolle. Alle Seiten werden von den Mitarbeitern mit geschultem Auge gecheckt: Stimmen zwischen allen Artikeln, Anzeigen und Seitenköpfen die Abstände? Passt das Layout der Seiten? Sind Bilder und Farben korrekt? Im Notfall müssen schnelle Entscheidungen getroffen werden, damit bis zum Abend die fertigen Seiten vorliegen.

Die Mitarbeiter der Druckvorstufe sind von früh bis spät im Einsatz. Ab 8 Uhr beginnt der Anzeigensatz mit seiner Arbeit. Gegen Mittag starten Korrektorat sowie Seitenumbruch. Beide arbeiten bis etwa 20 Uhr – dann sollten die Seiten an die Druckerei geliefert sein. Da die Heimatzeitungen auch am Montag erscheinen, sind auch am Sonntag stets vier Mitarbeiter der Druckvorstufe im Dienst.

Artikel 1 von 11