Wohl jeder hat schon mal mit schlechtem oder zu wenig Schlaf gekämpft. Doch was ist, wenn das nicht nur in einer Nacht, sondern regelmäßig vorkommt? Dann könnte es sich um eine chronische Schlafstörung handeln. Etwa sechs bis zehn Prozent der Erwachsenen in industrialisierten Ländern leiden darunter, wobei mehr Frauen als Männer betroffen sind und das Vorkommen mit dem Alter zunimmt.
Mediziner sprechen von chronischer Schlafstörung, wenn Symptome wie Einschlaf- und/oder Durchschlafprobleme sowie frühmorgendliches Aufwachen auftreten – und das über mindestens drei Monate mehrmals pro Woche, trotz ausreichender Ruhemöglichkeiten.
Zusätzlich ist eine chronische Schlafstörung auch immer mit Beeinträchtigungen der Aktivität am Tage verbunden.
Gesundheitliche
Risiken
Dauerhafter Schlafmangel kann kurzfristige Folgen wie Tagesschläfrigkeit, Konzentrations- und Gedächtnisschwierigkeiten oder Stimmungsschwankungen haben. Langfristig kann sich das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, psychiatrische sowie neurologische Erkrankungen erhöhen.
Der Leidensdruck und die Einschränkung der Lebensqualität sind oft hoch und Betroffene sollten sich ärztliche Hilfe suchen. Die erste Anlaufstelle bei Verdacht auf chronische Schlafstörungen ist meist die Hausärztin oder der Hausarzt. Diese können nach Bedarf an Experten aus den Fachgebieten der Schlafmedizin, Neurologie oder Psychiatrie überweisen.
Verschiedene
Therapieansätze
Die Therapiemöglichkeiten sind zahlreich und reichen von freiverkäuflichen Schlafmitteln und Entspannungsübungen über kognitive Verhaltenstherapie für Insomnie bis hin zu verschreibungspflichtigen Medikamenten. Darüber hinaus ist eine gute Schlafroutine mit regelmäßigen Bettgehzeiten sowie einer ruhigen und dunklen Umgebung wichtig für erholsame Nächte. djd