von Redaktion

Auch im Mühldorfer Büro am Stadtplatz 6 ist eine Auswahl an Särgen und Urnen ausgestellt.

Um näher bei den Kunden zu sein und sie so besser betreuen zu können, eröffnete Reisgast im Jahr 2022 eine Filiale am Mühldorfer Stadtplatz.

Die wichtigsten Meilensteine der Firmengeschichte

Waldkraiburg – Die Geschichte des familiengeführten Bestattungsinstituts Reisegast ist eng mit der Entstehung der Stadt Waldkraiburg verbunden und hat sich auch gemeinsam mit der Stadt stetig weiterentwickelt. Als am 26. Juli 1949 das erste Grab auf dem Waldkraiburger Waldfriedhof ausgehoben wurde, kümmerte sich Firmengründer Hans Reisegast senior um die Beerdigung. Bereits im August 1949, als die zweite Beerdigung stattfand, meldete er das Bestattungsinstitut Reisegast offiziell als Gewerbe an.

Zehn Jahre später betreute er mit seiner Firma bereits 77 Sterbefälle. Als er 1962 verstarb, übernahm seine Ehefrau, Herta Reisegast, den Betrieb und übergab ihn fünf Jahre später offiziell an ihren Sohn, Hans Reisegast junior. Bis zu ihrem Tod 1983 war Herta Reisegast eng mit dem Bestattungsinstitut verbunden und ließ es sich nicht nehmen, jeden Trauerzug persönlich zu begleiten.

Als Aufbahrungsraum diente damals ein Reihenbunker beim Waldfriedhof. Als 1968 eine Aussegnungshalle gebaut wurde, kaufte Hans Reisegast junior das Grundstück, auf dem der Bunker stand, und errichtete dort Lager, Büroräume sowie ein Wohnhaus.

Schon früh trat das Unternehmen dem Fachverband des Deutschen Bestattungsgewerbes bei: „Meinem Vater waren Qualität und Ausbildung immer wichtig“, sagt Sohn Michael Reisegast.

Erfolgsgeschichte mit
Schicksalsschlägen

Der Betrieb wuchs weiter. Anfang der 80er-Jahre wurden im Schnitt um die 200 Sterbefälle pro Jahr betreut. Für die Familie war es ein Schock, als 1985 Hans Reisegast junior völlig unerwartet verstarb. Langjährige Mitarbeiter und die Familie schafften es mit vereinten Kräften, den Betrieb weiterzuführen. Der damals erst 15-jährige Michael Reisegast besuchte weiterhin das Gymnasium, bis er 1989, nach erfolgreich abgelegtem Abitur, in die Fußstapfen seines Vaters trat und später ebenfalls die Prüfung zum Bestatter ablegte.

Auch er engagierte sich ganz im Sinne des Firmengründers, um die Situation der Angehörigen zu verbessern. Um zum Beispiel lange Wartezeiten bei Feuerbestattungen zu verkürzen, initiierte er Ende der 90er-Jahre mit weiteren Kollegen den Bau eines Krematoriums in Traunstein.

Seit 2022 unterhält das Bestattungsunternehmen auch in Mühldorf eine Zweigstelle: „Um die Wege für die Angehörigen möglichst kurz zu halten, wollten wir einen Standort vor Ort haben“, argumentiert der langjährige Betriebsleiter, Emil Kirchmeier. Aber unabhängig von den Standorten werden Bestattungen im ganzen Landkreis durchgeführt.

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