Reha nach Gelenkersatz

von Redaktion

Beweglichkeit wiedererlangen, Lebensqualität gewinnen

Eine Operation zum Einsatz einer Hüft- oder Knie-TEP (Totalendoprothese) ist in der Regel notwendig, wenn das Gelenk aufgrund von Verschleiß oder anderen Erkrankungen sprichwörtlich nicht mehr reibungslos funktioniert und Schmerzen verursacht. Der Einsatz eines künstlichen Implantats führt oft schon zu einer spürbaren Verbesserung der Beweglichkeit sowie Schmerzminderung.

Der Eingriff allein ist jedoch nicht ausreichend, weiß Prof. Dr. med. Marcus Schmitt-Sody, Ärztlicher Direktor und Chefarzt im Medical Park Chiemsee: „Um langfristige Behandlungserfolge zu sichern, ist eine orthopädische Reha unerlässlich. Nach dem Gelenkersatz dient sie der nachhaltigen Genesung mit dem Ziel, eine bestmögliche Beweglichkeit und Stabilisierung des operierten Gelenks zu erreichen.“

Ambulant oder
stationärer Aufenthalt

In der Regel schließt sich an eine TEP-Operation eine stationäre Reha an. Die Entscheidung für eine ambulante oder stationäre Variante fällt jedoch der behandelnde Arzt in Absprache mit dem Patienten und unter Berücksichtigung des Genesungszustands, des OP-Umfangs, der Rehabilitationsziele, der Verfügbarkeit von Rehabilitationsmaßnahmen sowie der sozialen und persönlichen Umstände.

Ziele einer
Rehabilitation

Die Rehabilitation beginnt meist unmittelbar im Anschluss an den Aufenthalt in der Akutklinik und dauert im Regelfall zwischen drei und sechs Wochen: „Wir bekommen heute die Patienten viel früher, fünf bis sechs Tage nach der OP. Gleichzeitig werden Gelenkprothesen minimalinvasiv eingesetzt. Das Gelenk kann in der Regel daher früher belastet werden“, erklärt Prof. Schmitt-Sody.

Oberstes Ziel in der Reha: die Rückkehr in einen aktiven und selbstbestimmten Alltag. Dafür gilt es nicht nur, die Funktionalität des operierten Gelenks wiederherzustellen sowie die Beweglichkeit und Stabilisierung zu sichern, sondern auch, Schmerzen bestmöglich zu lindern, die Mobilität und Koordination zu steigern, die Muskelkraft und Ausdauer zu verbessern und postoperative Komplikationen zu vermeiden.

Die intensive Betreuung durch spezialisiertes Fachpersonal im Medical Park Chiemsee bietet während eines stationären Aufenthalts den idealen Rahmen für eine frühzeitige und durchgängige Behandlungskontrolle und optimale Versorgung: In interdisziplinären Teams werden Therapiepläne erstellt, die auf die Bedürfnisse und Fähigkeiten des Patienten abgestimmt sind, kontinuierlich überwacht und an den Verlauf der Genesung angepasst werden.

Ob Ergotherapie, Physiotherapie oder Medizinische Massagetherapie – die Bestandteile des Plans können vielfältig sein.

So finden sich dort mitunter auch das ADL-Training (Activities of Daily Living), Einheiten in der Medizinischen Trainingstherapie (MTT), die Ernährungsberatung sowie eine psychologische Betreuung. Da der Reha-Erfolg stark von der Eigenmotivation abhängt und persönliche Lebensumstände ebenso relevant sind wie die physische und psychische Verfassung, ist ein ganzheitliches Konzept wichtig.

Nach der Reha ist vor
der Prophylaxe

Im Medical Park Chiemsee lernt jeder Patient die Bedeutung des eigenverantwortlichen Trainings kennen – die Übungen dürfen auch zu Hause fortgeführt werden. „Wichtig sind auch die Sturzprophylaxe und die Verhaltenstherapie, sodass ein möglichst komplikationsloser, schmerzfreier Alltag im Anschluss an die Rehabilitation gewährleistet wird“, betont Prof. Schmitt-Sody.

Regelmäßige Kontrolluntersuchungen beim Arzt, kombiniert mit einigen Minuten Training am Tag, helfen dabei, die Wahrscheinlichkeit maßgeblich zu erhöhen, dauerhaft fit und möglichst schmerzfrei zu bleiben.

Mehr Informationen dazu findet man im Internet unter der Adresse kliniken.medicalpark. de/chiemsee.

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