„Sitzen ist das neue Rauchen“: Wer viele Stunden am Schreibtisch sitzt, womöglich noch angespannt und gestresst, tut seinem Körper nichts Gutes. Die Mühldorfer Physiotherapeutin und Osteopathin Eva Striegl erklärt vier kleine Übungen, die jeder schnell und leicht gleich am Schreibtisch einbauen kann.
1. Wider dem
„Witwenbuckel“
Wer oft mit einem runden Rücken vornübergebeugt vor dem Bildschirm klebt, läuft Gefahr, dass sich die Wirbelsäule zwischen Nacken und oberem Rücken auf Höhe der Schultern krümmt. Dieser Fehlhaltung, auch „Witwenbuckel“ genannt, kann man mit einer einfachen Übung entgegenwirken.
Gerade Hinsetzen, den Kopf leicht nach vorn geneigt. Den Kopf dann wie eine Schildkröte nach vorne schieben und wieder zurückziehen. Diese Übung fünf- bis zehnmal wiederholen.
2. „Das Wandern ist des
Müllers Lust“
Der Rhythmus des Volksliedes eignet sich hervorragend für die nächste Übung, bei der die Arme vor der Brust verschränkt werden. Dann dreht man sich mit dem Oberkörper nach links und nach rechts, immer schön im Takt, wobei der Kopf nach vorne schaut. Wer kann, sollte dabei tief Ein- und Ausatmen. Das unterstützt noch einmal die Dehnung. „Bewegungen sind wesentlich effektiver als statisches Dehnen“, so Eva Striegl, die ein großer Fan von Bewegungsübungen statt reinem Dehnen ist.
3. Ausreichendes
Dehnen
Eine reine Dehnung stellt sie dennoch vor, weil sich damit am Schreibtisch ganz leicht der untere Körper bearbeiten lässt: Im Sitzen ein Fußgelenk auf das Knie legen und mit der Hand das Knie, das oben liegt, leicht drücken. Dann mit geradem Rücken leicht nach vorne beugen. Da es sich um eine reine Dehnübung handelt, sollte diese mindestens 30 Sekunden, am besten eine Minute, lang andauern. Dann das Bein wechseln. Das lässt sich ganz einfach beim Lesen einer längeren Mail so ganz nebenbei einrichten.
4. Recken und
Strecken
Wann nimmt man im Alltag schon mal seine Arme nach oben? Dabei tut genau das dem Körper gut: Recken und Strecken. Eine ganz einfache Übung, die Brustkorb, Hüfte und Zwerchfell dehnt, geht wie folgt: Gerade hinsetzen, dann mit einer Hand das Handgelenk der anderen Hand greifen. Im Aufstehen den Arm diagonal nach oben bewegen und über den Kopf strecken. Dabei der Hand hinterherschauen. Das Ganze auf jeder Seite dreimal wiederholen.