Volkskrankheit Depression

von Redaktion

Anzeichen, Diagnose und Behandlung

Eine Depression oder depressive Störung im medizinischen Sinne ist weitaus mehr als ein vorübergehendes Stimmungstief. Es handelt sich um eine ernst zu nehmende Erkrankung, die das Denken, Fühlen und Handeln der Betroffenen beeinflusst und in jedem Alter auftreten und meist nicht aus eigener Kraft überwunden werden kann – im Verdachtsfall ist das Gespräch mit einem Arzt oder Psychotherapeuten daher unverzichtbar. „Die psychische Gesundheit ist mit das Wertvollste, was wir haben. Wir müssen sie schützen und pflegen. Und wenn sie leidet, so müssen wir handeln. Es gibt mittlerweile eine Vielzahl von guten Behandlungsmöglichkeiten, um das Leben von Betroffenen wieder lebenswert zu gestalten“, so Professor Andreas Menke, ärztlicher Direktor und Chefarzt der psychosomatischen Fachklinik Medical Park Chiemseeblick.

Anzeichen und
Diagnose

Der Anfang einer Depression kann harmlos sein: Das Gedächtnis ist nicht mehr so verlässlich wie früher, die Konzentrationsfähigkeit lässt nach, es passieren Fehler. Im weiteren Verlauf ändert sich der Schlaf: Viele können nicht mehr ein- oder durchschlafen, andere schlafen deutlich mehr als früher und sind doch nicht erholt. Gedrückte Stimmung, Interessensverlust und Antriebsmangel gehören zu den Hauptsymptomen einer Depression. Auch können körperliche Beschwerden wie beispielsweise Kopf-, Rücken- oder Magenschmerzen auftreten.

Betroffene stellen sich oft die Frage, ob ihre Depression einen körperlichen oder einen psychischen Ursprung hat. Die Antwort darauf lautet: sowohl als auch. Der Experte Professor Menke erklärt: „Depressive Störungen entstehen, wenn psychosoziale Faktoren auf eine genetische Veranlagung treffen.“

Mögliche
Therapieansätze

Eine erfolgversprechende Therapie bedarf einer verlässlichen und fundierten Diagnose. Je nach Schweregrad und Beeinträchtigung sind ambulante Therapiemöglichkeiten ausreichend oder eine stationäre Behandlung notwendig.

Die grundlegenden Behandlungssäulen bilden im Medical Park Chiemseeblick die Psychotherapie (etwa die Verhaltenstherapie) und die Psychopharmakotherapie (hocheffektive Medikamente).

Ergänzend kommen weitere Therapieformen wie Sport, Musik-, Tanz- und Kunsttherapie, Ernährungsberatung sowie die Sozialdienstliche Beratung hinzu.

Prävention ist
der Schlüssel

Sportliche Aktivitäten, eine ausgewogene, ursprüngliche Ernährung, die soziale Unterstützung aus dem Umfeld und auch das regelmäßige Aufhalten in der Natur helfen dabei, einer Depression vorzubeugen. Und es gibt noch einen wichtigen Faktor, um das Risiko einer Erkrankung zu senken:

„Stellen Sie chronische Stressoren ab. Natürlich lassen sich nicht alle und auch nicht sofort ausschalten. Wichtig ist, aktiv zu werden, bevor Sie in eine Depression hineinrutschen. Holen Sie sich Unterstützung, wenn Sie diese brauchen“, rät Prof. Dr. med. Andreas Menke, der jüngst sein neuestes Buch im Piper Verlag lanciert hat mit dem Titel „Depression – wissen, was hilft“.

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