Zeitlose Fragen zum Weihnachtsfest – Geschichten von Hobbyschriftsteller Rudi Heinz

von Redaktion

Schon vor über 50 Jahren stellte sich Hobbyschriftsteller Rudi Heinz zeitlose Fragen zum Weihnachtsfest. OVB-Reporterin Katharina Heinz hat alte Kurzgeschichten ihres Opas aufgestöbert.

Mein Opa ist schon lange tot. Rudi Heinz ist im Januar 2003 mit 73 Jahren gestorben. Doch so richtig gegangen ist er nie. Ich habe immer das Gefühl, er hat bei vielem seine Finger im Spiel, während er da oben auf seiner Wolke sitzt.

So war er sicher nicht ganz unschuldig daran, dass ich Journalistin geworden bin. Immerhin war er selbst leidenschaftlicher Schriftsteller – wenn auch nur hobbymäßig. Im eigentlichen Beruf war mein Opa Postbeamter.

Vor einiger Zeit ist mir ein Andenken an ihn wortwörtlich in die Hände gefallen, als ich vor meinem Bücherregal stand: Ein dicker roter Band mit dem banalen Titel „Buch ohne Titel“. Das steht da schon lange, doch neulich habe ich es einmal wieder durchgeblättert. Irgendjemand aus meiner Familie hat Opas literarische Werke gesammelt und als Buch binden lassen. Sie sind ursprünglich unter anderem in der Wasserburger Zeitung, der Süddeutschen, dem Simplicissimus oder der Gewerkschaftszeitung „Deutsche Post“ erschienen. Lustige Parabeln, die offenkundig aus dem Alltag im Hause Heinz inspiriert wurden, politische, leicht links-angehauchte Kurzgeschichten und vieles mehr ist darin zu finden.

Darunter: Weihnachtsgeschichten aus den Jahren 1967 und 1971. Uralt, möchte man meinen. Doch dann wurde ich überrascht! Denn mein Opa hat es mit seinem verschmitzten Blick auf Alltägliches geschafft, den Leser zum Nachdenken über Zeitloses zu bringen.

Mein Opa wäre nicht mein Opa gewesen, wenn er die „Moral von der Geschicht“ nicht mit einem Spaß verpackt hätte. So konnte ich mir beim Lesen ein Schmunzeln nicht verkneifen. Probieren Sie es aus! Vielleicht geht es Ihnen auch so? Ich bin mir sicher: Mein Opa da oben auf seiner Wolke hätte die größte Freude daran. khe

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