Es ist ein relativ neuer Begriff in der Landschaftsgestaltung, der allerdings in Zeiten von Klimawandel und immer heißeren, trockeneren Sommern an Bedeutung gewinnt. Die Umweltplanerin Nancy Leavitt prägte ihn 1981, in dem die sie den englischen Begriff „landscape“ (Landschaft) mit dem griechischen Präfix „xero“ (trocken) kombinierte. Im Deutschen dürfte man Xeriscaping entsprechend mit „Gestaltung von trockenen Landschaften“ übersetzen. Dieser Prozess der Landschaftsgestaltung oder Gartenarbeit hat das Ziel, den Bedarf an Bewässerung zu reduzieren oder zu beseitigen. Es wird vor allem in Regionen gefördert, die keine zugänglichen, reichlichen oder zuverlässigen Vorräte an Süßwasser haben. Doch auch hierzulande kann Xeriscaping im heimischen Garten nützlich sein – sowohl beim Wassersparen als auch um optische Höhepunkte zu setzen. Denn durch die Verwendung von wassersparenden Pflanzen und sorgfältig ausgewählten Grünflächen, die an die spezifischen klimatischen Bedingungen der Region angepasst sind, ermöglicht diese besondere Form der Landschaftsgestaltung nicht nur die Schaffung einer optisch beeindruckenden Landschaft, sondern hilft auch dabei, langfristig Wasserkosten zu senken.
Xeriscaping setzt dabei auf spezifische, an ein warmes Klima angepasste Pflanzen, die wenig Wasser benötigen und aufgrund ihrer Struktur für zusätzliche Verdunstungskühle und unter Umständen auch Verschattung sorgen können. Aufgrund dessen kommen hier auch viele nicht heimische Pflanzen zum Einsatz – etwa solche, die aus südlicheren Regionen des Erdballs stammen und somit Hitze und längere Wärmeperioden gewohnt sind. Ck