Zu klein wird der Sitzungssaal der Gemeinde Rechtmehring ab der nächsten Legislaturperiode. Da die Gemeinde bereits über 2000 Einwohner hat, werden künftig 14 statt bisher zwölf Gemeinderäte die Geschicke der politischen Gemeinde mitbestimmen. Deswegen wird ebenfalls im ersten Obergeschoss im bisherigen Feuerwehrstüberl und den danebenliegenden Toiletten der neue Sitzungssaal entstehen. Die Feuerwehr erhält den Raum des bisherigen Sitzungssaales. Raum wird deshalb gewonnen, weil auf der Süd- und Nordseite jeweils ein Quergiebel eingebaut wird und die Toiletten im Obergeschoss verschwinden.
Schon seit Längerem beschäftigt das Thema „Wassersuche“ die Gemeinde. Die erste Versuchsbohrung in der Nähe von Homberg war bereits 2023 ohne Erfolg. Unweit davon in der Nähe der Straße zum „Lackl an der Sonnenseite“ fand nun die zweite Versuchsbohrung statt. Anfangs sah es gut aus, es kamen etwa acht Liter pro Sekunde Wasser. Das war zwar nicht sonderlich viel, so Bürgermeister Sebastian Linner, aber es wäre es wert gewesen, das Thema weiterzuverfolgen. Da aber die sogenannte Überdeckung, also das Erdreich, das zwischen angedachtem Trinkwasser und Bodenoberfläche viel zu gering war, hat man auch hier das Thema wieder verworfen. Der Schutzaufwand mit Wasserschutzgebieten wäre viel zu hoch gewesen, da auch viel Felder und Wiesen und weniger Wald im potenziellen Einzugsgebiet gewesen sind, so Linner.
Bürgerwerkstatt
organisiert
Einen neuen Weg beschritt die Gemeinde mit der Bürgerwerkstatt. Im Rahmen der viel diskutierten angedachten Umgehungsstraße organisierte die Gemeinde mit externer Begleitung und Moderation eine sogenannte Bürgerwerkstatt, in die allerdings hier nur die Bürger der drei Ortsteile Rechtmehring, Freimehring und Holzkram eingeladen wurden. An der Vorstellung der Ergebnisse im Oktober konnte dann die ganze Gemeinde teilnehmen. Dabei gab es viele Ideen, mal mehr, mal weniger realistisch. Mit Spannung wird nun auf weitere Impulse gewartet. Das über allem schwebende Thema „Umgehungsstraße“ ruht derzeit, auch, weil sich der Grunderwerb als sehr schwierig gestaltet. Aber „ad acta“ legen will es Bürgermeister Sebastian Linner auf explizite Nachfrage nicht. fxm