50 Jahre Sozialwerk

von Redaktion

50. Geburtstag feierte das Rohrdorfer Sozialwerk. Die Einrichtung ermöglicht vielen Rohrdorfern, auch in höherem Alter in den vertrauten eigenen vier Wänden bleiben zu können.

1974 waren Gemeinderat und der damalige Bürgermeister Benno Hollinger überzeugt, dass der demografische Wandel ein verstärktes Augenmerk auf ältere Mitbürger erfordere.

Dagmar Klar, die erste Angestellte des Sozialwerks, bei der Einstellung noch Gemeindeschwester, besuchte aus freien Stücken ältere Mitbürger und stellte sich und die Möglichkeiten des Sozialwerks vor. Nach anfänglichen Schwierigkeiten stellte 1977 Theo Then, damals Vorsitzender des Sozialwerks, fest, dass das Sozialwerk in der Gemeinde voll und ganz angekommen sei.

Mitte der 90er zwang die Politik zu einem Verbund mit den Gemeinden Neubeuern, Nußdorf, Samerberg, Riedering und Rohrdorf. Dieser bewährte sich nicht. Die Bürgermeister der beteiligten Gemeinden zogen frühzeitig die Reißleine und beendeten 1995 das Abenteuer, das den Sozialwerken fast das Genick gebrochen hätte: Allein in Rohrdorf verzeichnete man einen Verlust von 60000 Mark, die Rücklagen waren aufgebraucht.

Mit der Rückkehr zu den bewährten Strukturen stellte sich der Erfolg wieder ein und zeichnet das Sozialwerk bis heute aus. 60 bis 80 Gemeindebürger werden im Durchschnitt betreut, alle meist von immer derselben Person, sodass sich ein echtes Vertrauensverhältnis entwickeln kann.

Die Jubiläumsfeier war deshalb vor allem ein Anlass, Danke zu sagen – jenen, die sich seit Jahrzehnten liebevoll und mit ganzer Kraft für die Menschen einsetzten, die sich ihnen anvertrauen. Danke nicht zuletzt auch für Gudrun Lohmann, die seit 25 Jahren die Leitung des Sozialwerkes schultert. jt

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