Das Thema „Wasser“ wird für jede Gemeinde im Landkreis zusehends zu einer Herausforderung. Nicht nur weil immer häufiger Starkregenereignisse bewältigt werden müssen, sondern auch, weil Wasser das wichtigste, grundlegendstes Lebensmittel ist.
Brunnen: Verfahren
kurz vor Abschluss
Stephanskirchen befindet sich hier auf einem guten Weg. Da ist zunächst einmal die Trinkwassersicherung über einen eigenen Brunnen. Hier steht das aufwendige Verfahren, das mit jedem neuem Trinkwasserschutzgebiet verbunden ist, kurz vor dem Abschluss. Was dann noch nötig ist, sind vergleichsweise einfache Aufgaben: der Bau eines Pumpenhäuschens, die Errichtung von zwei Hochbehältern sowie der Leitungsanschluss. Der Brunnen selbst existiert schon. Stephanskirchen wird aller Voraussicht nach schon in wenigen Jahren eine eigene Trinkwasserversorgung haben.
Dies aber nicht, das zu betonen ist der Gemeinde wichtig, um sich von den Rosenheimer Stadtwerken abzugrenzen. Im Gegenteil: Es wird hier, wie schon bisher, eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit geben. Es geht dabei vielmehr um die Gesamtsicherung der Region. Je mehr wirkungsvolle Notverbünde, also potenziell mögliche „Wasseraustausche“ zwischen einzelnen Gemeinden existieren, desto sicherer ist die Weiterversorgung auch bei einzelnen Störungsfällen. Viele Gedanken hat man sich auch bei der Absicherung gegen Starkregenereignisse gemacht. Dazu hat die Gemeinde ein Sturzflutrisikomanagement erfolgreich durchlaufen. An dessen Ende steht eine Computersimulation, die für jede Wetterlage die daraus zu erwartenden Überflutungsbereiche anzeigen kann. Sie sagt deshalb auch, was bei bisher noch nicht gekannten Wetterkonstellationen zu erwarten wäre. Damit ist ein Werkzeug geschaffen, das nicht nur der Gemeinde bei der Vorsorgeplanung hilft, sondern auch Grundstücksbesitzern: Sie sehen anhand der Karten, die mittlerweile auf der Homepage der Gemeinde veröffentlicht sind, in welchem Maß sie potenziell in Mitleidenschaft gezogen würden und können ihrerseits Maßnahmen ergreifen. jt