Autobahndurchstich in Sicht

von Redaktion

Im Rohrdorfer Gemeinderat konnte man sie über Jahrzehnte hinweg im Schlaf herbeten: die Antwort auf die Frage, ob man nicht das Unterführungsnadelöhr zwischen Rohrdorf und Thansau entschärfen könne. „Macht keinen Sinn mehr, die Verbreiterung der A8 steht unmittelbar bevor und dann gibt es auch ein neues Unterführungsbauwerk“ – das war die Antwort, die gefühlt mehr als ein halbes Jahrhundert lang zu erhalten war. In der Tat stammt das erste in der Gemeinde aktenkundige Schreiben in Sachen Unterführungsausbau aus den 70er-Jahren.

Seit etwa zwei Jahren aber setzten sich die Zahnräder in Staatsverwaltung und allen beteiligten Organisationen in Bewegung. Mittlerweile hat man alle der zahlreich nötigen Vereinbarungen mit der Autobahn-GmbH, der Bezirksregierung, dem Fernstraßenbundesamt und etlichen Ämtern und Organisationen mehr erfolgreich in trockenen Tüchern.

Staatliche Förderung
in Aussicht

Sogar eine ansehnliche Förderung des geplanten gesonderten Durchstichs für Fußgänger und Fahrradfahrer ist in Aussicht gestellt – die Benennung der exakten Summe erwartet man in der Gemeindeverwaltung sozusagen täglich.

Sobald diese klar ist und der Gemeinderat sein abschließendes Votum abgegeben hat, könnte mit der Ausschreibung für die Baumaßnahme begonnen werden und ein gutes dreiviertel Jahr später wäre das jahrzehntelange Nadelöhr dann tatsächlich Geschichte.

Was letztendlich zu dieser Entwicklung führte, ist zweifellos die Hartnäckigkeit der Rohrdorfer Gemeindeverwaltung, die sich auch von einem definitiven „Geht keinesfalls“ abschrecken ließ, sondern es immer wieder aufs Neue probierte. So lange, bis man bei den entscheidenden Ansprechpartner bei der Autobahn GmbH und beim Straßenverkehrsamt auf Köpfe stieß, für die ebenfalls klar war: Auch wenn der Ausbau der A8 kommen wird – bis dahin darf die Gefahr für Leib und Leben von Fahrradfahrern und Fußgängern zwischen Rohrdorf und Thansau nicht länger bestehen bleiben. jt

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