Die Frage nach der Unterbringung

von Redaktion

Integration fängt, davon ist Bürgermeister Karl Mair überzeugt, schon bei der ersten Unterbringung an. Massenunterkünfte, die in der Regel keine schnelle Erstlösung sind, sondern zu einer Dauerunterbringung werden, sind hinderlich für jede Integration. Wie sollte der, der mit vielen anderen zu einer anonymen Menge gehört, die Wege finden und die Chancen erkennen, die zu einer schnellen Eingliederung führen können?

Für Stephanskirchen war die Lösung zur Flüchtlingsunterbringung deshalb von Anfang an, also schon seit 2015, in möglichst kleinen überschaubaren Wohnmöglichkeiten zu finden. Ein Konzept, das aufgeht, wie sich im vergangenen Jahr zeigte: Die ersten dieser Wohnungen konnten nun direkt an Menschen mit Fluchthintergrund vermietet werden – sie haben es geschafft, sich eine Existenz aufzubauen, die ein individuelles Wohnen möglich macht.

Vor diesem Hintergrund ist es verständlich, dass Stephanskirchen gegen die vom Landratsamt geplante Sammelunterkunft für rund hundert geflüchtete Menschen klagt. Es geht dabei nicht darum, ob man Geflüchtete aufnehmen soll oder nicht.

Es geht darum dies in einer Weise zu tun, sodass diese möglichst schnell das tun können, was die Allermeisten von ihnen wollen: sich in diese Gesellschaft aktiv einzubringen. jt

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