Mehr Platz für Kinder

von Redaktion

Anders als im vergangenen Jahr, das mit einem großen Feuerwerk des Zangberger Großfeuerwerkers Marcus Lenczyk begann, wurde das neue Jahr heuer mit einem „Kinderfeuerwerk“ eingeläutet, das großen Anklang fand. Zu Beginn des vergangenen Jahres musste dann die Gemeinde leider einen schweren Verlust hinnehmen. Wie ein Lauffeuer sprach sich der plötzliche Tod von Hermann Huber rum. Völlig unerwartet verstarb mit ihm ein 57-jähriges Organisationsgenie: Über viele Jahre hinweg hatte er fast alles, was das Dorfweiherfest betraf, in seiner Hand. Zudem unterstützte er beinahe alle Ortsvereine sowohl bei der Organisation als auch bei der OVB-Berichterstattung.

Feiern konnte hingegen Altbürgermeister und Ehrenbürger der Gemeinde, Franz Märkl. Anlässlich seines 80. Geburtstags im Juni überbrachten die beiden Bürgermeister Georg Auer und Ingo Fiebiger sowie langjährige Wegbegleiter ihre Glückwünsche.

Faschingsgaudi
steht an

Gefeiert wird auch dieses Jahr wieder. Das nächste größere Fest ist die Faschingsgaudi am Samstag, 15. Februar, in der Mehrzweckhalle. Mit dabei ist wieder die Männergarde.

Themen aus dem Gemeinderat

Im vergangenen Jahr hatten die Gemeinderäte in zehn Sitzungen über lediglich 40 Tagesordnungspunkte zu beschließen – allerdings nur im öffentlichen Teil. Wesentlich mehr waren es im nichtöffentlichen Teil, wobei es sich vielfach um Ausschreibungen und Vergaben handelte und hier meist die Erweiterung der Kindertagesstätte zu nennen ist.

Bau der Kita im Zeitrahmen

Der Baufortschritt der Aufstockung liegt dabei im geplanten Zeitrahmen. So ist die Plattenfassade bis auf einige Nachbesserungen fertiggestellt. Die Estriche sind ausgetrocknet, der Innenausbau ist im Gang, Böden und Fliesen folgen. In enger Absprache mit allen Beteiligten wurden Inneneinrichtung und Möbel bestellt. Auch der Auftrag für die vorgeschriebene Nottreppe wurde erteilt. Soweit absehbar, können die prognostizierten Gesamtkosten in Höhe von rund zwei Millionen Euro eingehalten werden. Nach Abzug aller Zuschüsse verbleiben für die Gemeinde rund 600000 Euro plus die Kosten der Zwischenfinanzierung der sicher wieder erst in den nächsten Jahren eingehenden Zuwendungen.

Nach Fertigstellung der Kita ist Platz für zwei Kindergartengruppen, zwei Krippengruppen und eine Hortgruppe. Insgesamt gibt es Platz für 104 Kinder. Somit ist man auch gut gerüstet für den ab 2026 bestehenden Rechtsanspruch auf Ganztagesbetreuung für Grundschulkinder.

Bauprojekt und
Zone 30

Zwei weitere Maßnahmen sorgten sowohl im Gemeinderat als auch in der Bevölkerung für Gesprächsstoff. So befürwortete der Gemeinderat im Sinne der Nachverdichtung freistehender Flächen eine Bauvoranfrage zur Errichtung von zwei Mehrfamilienhäusern mit Tiefgarage und mit bis zu 15 Wohneinheiten auf einem bisher unbebauten Grundstück. Das Grundstück liegt am westlichen Ortseingang, direkt an der Staatsstraße 2354 aus Richtung Oberbergkirchen. An dieser Staatsstraße befinden sich auch Schule und Kindergarten. Aufgrund einer Änderung straßenverkehrsrechtlicher Vorschriften zu Tempo 30 besteht jetzt die Möglichkeit, hier eine entsprechende Geschwindigkeitsbegrenzung einzurichten. Nach längerer, kontroverser Diskussion beschloss der Gemeinderat mit acht zu fünf Stimmen, einen entsprechenden Antrag beim Landratsamt Mühldorf zu stellen.

Hebesätze für die Grundsteuer

Auch die Gemeinde Zangberg hatte sich im vergangenen Jahr mit dem leidigen Thema „Grundsteuerreform“ zu befassen. Nachdem die Verwaltung entsprechende Zahlen vorbereitet und Kämmerer Obermaier verschiedene Rechenbeispiele erläutert hatte, war es am Gremium, die neuen Hebesätze für die Grundsteuern A und B anzupassen und festzulegen. Basierend auf rund 90 Prozent der bisher ergangenen Messbetragsbescheide, beschloss man, den Hebesatz für die Grundsteuer A bei 450 v. H. zu belassen und den Hebesatz für die Grundsteuer B um 40 Prozentpunkte auf 320 v. H. zu senken. Man geht aber davon aus, dass noch nachjustiert werden muss.

Letzter Sanierungsabschnitt

Nachdem bereits im Frühjahr der Brandschutz und die Trinkwasserversorgung in den Ortsteilen Landenham, Stegham und Kaps wesentlich verbessert werden konnte, wird nun, da die Ausführungsplanung beschlossen wurde, mit dem letzten Teilabschnitt „Weilkirchen“ die umfangreiche Sanierung des zum Teil noch aus den 60er-Jahren stammenden Zangberger Trinkwasserleitungsnetzes abgeschlossen. Die Hauptleitung nach Weilkirchen wird erneuert und auf öffentlichem Grund verlegt sowie die Hausanschlüsse ertüchtigt.

Für das neue Jahr haben die Fertigstellung der Kindertagesstätte und der Abschluss der Sanierung des Wasserleitungsnetzes Vorrang: „Durch die enormen Kosten für diese Maßnahmen und Folgekosten der Kanalsanierungen sind wir im Haushalt 2025 zur Sparsamkeit gezwungen“, so Bürgermeister Georg Auer.

Nichtsdestotrotz wird in die Zukunft der Gemeinde investiert. Um den erhöhten Energieverbrauch der erweiterten Kindertagesstätte zu decken, soll die bestehende PV-Anlage auf dem Dach der Schule von 10 auf 40 kWp vergrößert und mit Speichern ausgestattet werden. Eine entsprechende Erweiterung könnte auch auf dem Dach der Kläranlage erfolgen. hua

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