Wenn Menschen im Ehrenamt nicht nur ihre Freizeit opfern, um anderen zu helfen, sondern dabei sogar ihre eigene Gesundheit und bisweilen ihr Leben in die Waagschale werfen, dann sind sie jeder nur erdenklichen Unterstützung wert. Nach dieser Maxime behandelt auch die Gemeinde Stephanskirchen ihre Feuerwehren und versucht alles zu tun, was man von außen nur tun kann, um eine schlagkräftige Einsatztruppe zu ermöglichen. Dass die Feuerwehr Ziegelberg zum Jahreswechsel 23/24 aufgelöst wurde, ist da kein Widerspruch, davon sind Gemeindeverwaltung und Gemeinderat überzeugt. Denn wenn die heutigen Anforderungen an Mannschaftszahl sowie Einsatzgeschwindigkeit anderswo besser gewährleistet werden können, dann müssen die entsprechenden Schlüsse gezogen werden.
Modernes Haus,
neues Fahrzeug
Für Stephanskirchen heißt das: Die Feuerwehr Schloßberg wird im Bereich Vogtareuther-/Kreuter Straße ein neues Gebäude bekommen, das in jeder erdenklichen Hinsicht allen aktuellen Anforderungen entsprechen wird. Wobei es noch einen besonderen Ehrgeiz gibt: Der Bau, für den die konkreten Planungen noch in diesem Jahr erfolgen werden, soll ein Holzhaus werden und über die sonst üblichen reinen Zweckbauten hinausgehen. Auch dafür, dass das Haus mit entsprechend moderner technischer Ausrüstung bestückt werden kann, ist gesorgt: Schloßberg bekommt – wie auch die Feuerwehren Stephanskirchen und Leonhardspfunzen – ein neues Großfahrzeug. Die Gesamtkosten hierfür belaufen sich – vor Förderungsabzug – auf rund 1,95 Millionen Euro. Doch auch im noch kleineren Detail bemüht man sich, die Wehren bestens aufzustellen: Es wurden im vergangenen Jahr neue Atemschutzgeräte beschafft, die Einsatzkleidung für alle Wehren vereinheitlicht und erneuert. Überdies hat der Gemeinderat beschlossen, die Kosten für die Lkw-Führerscheine zu übernehmen: Probleme, wie sie bisweilen in anderen Gemeinden Deutschlands auftreten, dass zwar Fahrzeuge vorhanden sind, aber nicht genügend, die sie fahren dürfen, wird es in Stephanskirchen nicht geben. Die Wehren in der Gemeinde sind damit so aufgestellt, dass sie ihren Ehrenamtsdienst so erfüllen können, wie sie selbst sich dies wünschen. jt