Bestens gerüstet für die Zukunft

von Redaktion

Die Gemeinde Niederbergkirchen konnte in den letzten Jahren dank reger Bautätigkeit im Bereich der Baugebiete Miesing-Rohrbach und Kollmannseck einen Zuwachs auf nun 1256 Einwohner verzeichnen, gehört damit aber immer noch zu den kleineren der 31 Kommunen im Landkreis Mühldorf. Die landwirtschaftliche Prägung der Gemeinde besteht nach wie vor, wenn auch die Zahl der Vollerwerbsbetriebe und der Milchviehbetriebe seit Jahrzehnten kontinuierlich sinkt.

Ein öffentlicher Nahverkehr steht nur marginal zur Verfügung, weshalb die Bürger – mit Ausnahme des Ortsteils Rohrbach, der an der Bahnlinie nach Mühldorf liegt – größteneils auf ein Auto angewiesen sind. Nach der Schließung der Bäckerei und des Gemischtwarenladens vor einigen Jahren fielen vorherige Einkaufsmöglichkeiten weg, konnten aber teilweise durch die Errichtung eines Dorfladens ersetzt werden. Leider aber beklagt der Betreiber erhebliche Diebstahlsverluste.

Traumhafte Fernsicht,
günstige Mieten

Wegen der Lage des Dorfes auf einem Höhenrücken bietet sich eine herrliche Fernsicht bis weit in die Zentralalpen hinein und macht den Ort als Wohnort attraktiv. Auch die im Vergleich zu den benachbarten Städten Mühldorf und Neumarkt weitaus günstigeren Mieten sind ein Pluspunkt. Für Bauinteressenten stehen der Gemeinde noch sechs Bauparzellen zur Verfügung. Diese sollen in den nächsten Jahren angeboten werden.

Vorreiter in
Sachen Energie

Im Bereich erneuerbare Energien ist die Gemeinde seit vielen Jahren in einer Vorreiterrolle, besonders in der Solarthermie und der Photovoltaik. Hervorzuheben ist hier, dass durch die neun Bürgersolarkraftwerke sich auch Bürger ohne eigene Dächer an der Stromerzeugung beteiligen und davon profitieren konnten. Drei große Freiflächenphotovoltaikanlagen und eine Biogasanlage führen zu einer positiven Bilanz in der Stromerzeugung im Vergleich zum Verbrauch. Windkraftanlagen sind nicht vorgesehen. Die Gründe liegen zum einen in der Streubesiedlung und zum anderen in den zu niedrigen zu erwartenden Erträge.

Wasserpreis günstig dank Photovoltaik

Die Wasserversorgung teilen sich die Wassergenossenschaft, die das Trinkwasser aus zwei Tiefbrunnen nahe Höllberg fördert und an die Gemeinde liefert, die das Wasser an die Verbraucher verteilt. Positiv beeinflusst wird der günstige Wasserpreis durch eine Photovoltaikanlage zur Minderung der Stromkosten. Die Mehrzahl der Haushalte ist an eine zentrale Abwasserbeseitigungsanlage angeschlossen, deren Abwässer zur Reinigung in die Kläranlage nach Mühldorf geleitet werden.

Steigende
Schülerzahlen

Die derzeit noch einzügige Grundschule wird zusammen mit der Nachbargemeinde Niedertaufkirchen betrieben. Derzeit werden an jedem Schulort zwei Klassen unterrichtet. Die Geburten der letzten Jahre lassen jedoch erwarten, dass in wenigen Jahren das an beiden Schulorten vorhandene dritte Klassenzimmer wieder benötigt wird, da die Schülerzahlen von derzeit 87 auf bis zu 135 steigen dürften.

Der 2021 fertiggestellte Erweiterungsbau des Kindergartens ist voll ausgebucht, da nachmittags auch Grundschüler betreut werden. Da die Gemeinde trotz stark steigender Kreisumlage fast schuldenfrei ist und auch Rücklagen bilden konnte, konnte sie nach der Sanierung der Straße über Kinning nach Gumattenkirchen im Herbst 2024 mehrere bisherige Kiesstraßen, die nach Starkregenereignissen stets aufwendige Sanierungsmaßnahmen durch den Bauhof erforderten, asphaltieren lassen und so zukünftige Erhaltungsmaßnahmen reduzieren. Außerdem erhielt die Sporthalle zwecks energetischer Sanierung neue Fenster und Beschattungssysteme. Schließlich wurde die freiwillige Feuerwehr mit einem neuen Löschgruppenfahrzeug ausgerüstet.

Zusammenhalt, wenn
Hilfe gefragt ist

Nicht nur die Rahmenbedingungen passen. Bei Festen oder Gemeinschaftsaufgaben wie etwa der Sanierung des Schulhauses oder bei der Ausrichtung des Adventsmarktes zeigen die Bürger großen Zusammenhalt und viele helfende Hände packen mit an.bic

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