Der Zusammenhalt in der Gemeinde Rohrdorf ist groß: Das zeigt sich jedes Mal, wenn die Kerngemeinde und ihre Ortsteile mit den Folgen sommerlicher Unwetter zu kämpfen haben. Jeder, der kann, packt an, Nachbarschaftshilfe ist dann gelebte Realität.
Noch mehr hervorzuheben ist solcher Bürgersinn, wenn er keinen akuten und mehr oder weniger katastrophalen Anlass hat. Wenn man mit wachen Augen für seine Umgebung Verbesserungsmöglichkeiten entdeckt und dann kurz entschlossen selbst mit Hand anlegt.
So geschehen bei zwei Aufräumaktionen im letzten Jahr, einem großen „Ramadama“ im April und einem Saubermach-Treff im Juli am Nordufer des Thansauer Sees. Wer dort ins Wasser hätte gelangen wollen, hätte sich zunächst durch Unmengen von Ästen, Laub und Unrat kämpfen müssen, mit denen das Ufer und der ufernahe Seebereich angefüllt waren. Und das in einer Menge, die das Saubermachen zu Beginn eigentlich eher als hoffnungsloses Unterfangen erscheinen ließ.
Doch wenn viele Hände fleißig zupacken, gibt es kaum etwas, was unmöglich bleibt. Nach der Aktion war das Seeufer blitzblank und die etwa 30 „Seesäuberer“, die sich eingefunden hatten, zurecht stolz auf sich. Zum Saubermachen kamen nicht nur Seeanlieger und Anwohner aus Thansau, dank des spontanen Aufrufs über Whatsapp-Gruppen kamen Helfer aus ganz Rohrdorf.
Die Ramadama-Aktion im April war initiiert von Schülern der Montessorischule.
Eine stattliche Anzahl von Helfern jeden Alters sammelte innerhalb weniger Stunden einen Kubikmeter Müll.
Der gemeindliche Bauhof musste die Aktionen nur unterstützen. Die damit eingesparte Zeit konnte an anderer Stelle sinnvoller eingesetzt werden.
Ein Erfolg waren auch die freiwilligen Pflanzaktionen: Initiiert von der Gemeinde, durchgeführt von ihren Bürgern erblüht die Gemeinde alljährlich noch ein Stück mehr. jt