In der Großkarolinenfelder Karolinenkirche geben sich aktuell die Handwerker die Klinke in die Hand. Denn die Kirchensanierung läuft auf Hochtouren.
Los ging es mit dem Dachstuhl. Die Balken im Turm waren korrodiert, ein Träger im Glockenstuhl etwa musste komplett ausgebaut und erneuert werden. Weiter geht es mit den Arbeiten im Kirchenschiff. Eine neue Isolierverglasung wurde eingebaut sowie eine neue Pelletanlage mit Photovoltaik errichtet. Herausfordernd ist auch die Feuchtigkeit im Boden. Eigentlich hatte man die alten Fliesen erhalten wollen. Doch es zeigte sich, dass diese schon zu beschädigt waren. Jetzt ist ein Holzboden geplant – ohne die frühere Schwelle, die den Altarbereich trennte.
Neueste Technik wird eingebaut
Pfarrer Dr. Richard Graupner will die Kirche offen gestalten. Das Gotteshaus solle nicht nur symbolisch einen Platz mitten in der Gemeinde haben. Zukünftig ist geplant, neben Gottesdiensten auch andere Veranstaltungen wie Kunstausstellungen, Konzerte, Lesungen oder Feste in der Kirche abzuhalten. Dafür wird die Kirche auch mit allerlei Technik ausgerüstet, etwa ist in der Wand ein Loch für einen Beamer eingelassen. Auf diese Weise soll der Raum multimedial nutzbar werden.
Die Karolinenkirche ist mit über 200 Jahren die älteste evangelische Kirche in Altbayern, eine klassizistische Predigtkirche mit Südturm.
Zunächst sollte das Gebäude für das Jubiläum lediglich aufgehübscht werden. Bei einer Bestandsaufnahme stellte sich dann heraus, dass die Bausubstanz an einigen Ecken grundlegend marode ist. Daher nun die umfassende Sanierung, deren Kosten sich wohl auf rund 1,95 Millionen Euro belaufen werden. Finanzielle Unterstützung gab es unter anderem von der evangelischen Landeskirche, einem Denkmalschutzprogramm des Bundes, der Gemeinde Großkarolinenfeld und den Nachbarn aus Tuntenhausen sowie durch private Spenden. Im September soll die Kirche wieder eröffnet werden. khe