Mammutprojekt erfolgreich gestemmt

von Redaktion

„Unser neuer Kindergarten ist ein Prachtbau geworden, in Rekordzeit wurde das „Kindernest“ errichtet. Dies war unsere größte Baumaßnahme im vergangenen Jahr. Sehr erfreulich finde ich auch, dass wir das Personal für diese Einrichtung gefunden haben. Gleichzeitig haben wir damit den Rechtsanspruch erfüllt, der ab 2026 besagt, dass jede Gemeinde in Bayern jedem Kind eine Ganztagsbetreuung garantieren muss. Mit diesem Neubau sollten wir in nächster Zeit keinen Platzmangel haben“, freut sich Bürgermeister Sebastian Winkler.

In nur 16-monatiger Bauzeit ist es der Gemeinde Niedertaufkirchen gelungen, den neuen Kindergarten mit dem Namen „Kindernest“ fertigzustellen. Darin finden nun zwei Kindergarten-, zwei Kinderkrippen- und eine Hortgruppe Platz.

Bei diesem Projekt war die bereits bestehende Kindertageseinrichtung vergrößert worden: Ein Erweiterungsbau mit zwei Etagen wurde errichtet. Beide Gebäude wurden baulich miteinander verbunden. Das bisher bestehende Kindergartengebäude wurde zu einer Kinderkrippe umfunktioniert. Hier sind jetzt die zwei Kinderkrippengruppen untergebracht. Im Erdgeschoss des Erweiterungsbaus sind zwei Kindergartengruppen angesiedelt und im Obergeschoss hat die Hortgruppe ein Zuhause gefunden. Der zeitweilige Containeranbau ist abgebaut. Das neue „Kindernest“ konnte pünktlich zum Beginn des Kindergartenjahres vollständig genutzt werden. Im Oktober fand die feierliche Einweihung statt.

Fördergelder zur
Finanzierung

Eine solche Investition kostet natürlich eine Menge Geld, insgesamt werden sich die Kosten auf etwa 4,43 Millionen Euro belaufen. Die Gemeinde kann laut Auskunft der Regierung von Oberbayern mit einer Förderung von 1,94 Millionen Euro rechnen. Eingeplant sind auch 150000 Euro Fördergelder, generiert durch die Schaffung von Hortplätzen. Weitere Fördermittel in Höhe von 136000 Euro gibt es für den Austausch der alten Ölheizung durch eine umweltfreundliche Pelletsheizung.

Auf dem Dach des Erweiterungsgebäudes wurde eine Photovoltaikanlage mit 66,88 kW/Peak errichtet. Sie besitzt einen Stromspeicher von 17,4 Kilowattstunden.

Im „Kindernest“ werden elf Erzieherinnen und Kinderpflegerinnen arbeiten, dazu kommt noch eine Praktikantin. Die Leitung der Einrichtung liegt in den bewährten Händen von Elke Döring. Zwei Rentnerinnen aus der Siedlung helfen mittags aus, drei Raumpflegerinnen sorgen für die notwendige Sauberkeit.

Auch die neue Straße, die sich von der Kreisstraße über die Zufahrt zum Schützenheim bis hinüber zur Siedlung auf einer Strecke von knapp 400 Metern erstreckt, wurde rechtzeitig asphaltiert.

Der in der Gemeinde sehr beliebte Bolzplatz musste dem Kindergartenneubau weichen. Zunächst gestaltete sich die Suche nach einer Alternative schwierig. Glücklicherweise gelang jedoch eine Übereinkunft mit der katholischen Kirche und mit dem Pächter eines Grundstücks. Der Bolzplatz wurde nur wenige Meter vom ursprünglichen Standort neben der Stockschützenbahn neu angelegt. Er misst 60 Meter in der Länge und 40 Meter in der Breite, weist vier Lichtmasten auf. Für Besucher sind 20 Parkplätze vorhanden. Dafür wendete die Gemeinde insgesamt 257000 Euro auf.

Weiter geht es mit
kleineren Projekten

Aktuell muss sich die Gemeinde wie andernorts auch mit der Grundsteuer befassen und einem kleineren Projekt: die Sanierung der Lehrerwohnung im Schulhaus, die im Anschluss wieder vermietet werden soll. hra

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