„In den kommenden Jahren möchten wir uns darauf konzentrieren, die großen Zukunftsprojekte wie den Neubau des Feuerwehrhauses, die Ertüchtigung und Erweiterung der Kläranlage Schwindegg oder den Hochwasserschutz am Ornaubach zur Umsetzung zu bringen. Speziell für den Ortsteil Obertaufkirchen wird ein besonderer Schwerpunkt darin liegen, in ortsplanerischer Hinsicht die Weichen für eine nachhaltige und zukunftsfähige Ortsentwicklung zu stellen. Und schließlich gilt es, das Ziel einer Ortsumfahrung von Obertaufkirchen nicht aus den Augen zu verlieren“, erklärt Bürgermeister Franz Ehgartner.
Vieles ist schon auf den Weg gebracht, etwa bei den Erschließungsmaßnahmen. So laufen seit Mitte September die Arbeiten zur Erweiterung des Gewerbegebietes Straß. Die Erschließung erfolgt durch die Gemeinde, wobei die Kosten laut Beitragsrecht auf den Eigentümer umgelegt werden.
Ein großes Thema im vergangenen Jahr war der Ausbau der Gemeindestraße von Oberornau nach Steinkirchen. Im ersten Bauabschnitt zwischen Oberornau und der „Neuhauser Brücke“ erhielt die Straße auf der bestehenden Trasse auf einer Länge von knapp 1,5 Kilometer einen neuen straßenbegleitenden Geh- und Radweg und eine neue Asphaltdecke; die sanierungsfällige Brücke über den Ornaubach wurde durch eine neue Brücke ersetzt.
Die Bauarbeiten waren breits im Mai 2023 angelaufen. Während die neue Ornaubrücke noch 2023 fertiggestellt wurde, konnten die Straße und der Radweg witterungsbedingt erst im Frühjahr 2024 erfolgen. Die feierliche Verkehrsfreigabe mit der kirchlichen Segnung durch Pfarrer Thomas Barenth erfolgte im Juni.
Für einen künftigen zweiten Bauabschnitt von der „Neuhauser Brücke“ bis nach Steinkirchen hatte der Gemeinderat eine Machbarkeitsstudie beauftragt. Hierzu laufen weiterhin Gespräche mit den Grundstückseignern.
Erste Ergebnisse brachte die Arbeit des Energiecoach, der speziell die Wärmeerzeugung der gemeindlichen Liegenschaften unter die Lupe genommen hatte. In dem Anwesen Kirchplatz 10, das bisher mit einem Ölkessel beheizt wurde, konnte eine Pelletheizung eingebaut werden. Der Heizungsaustausch erfolgte im Spätsommer. Die Gesamtkosten hierfür lagen bei etwa 200000 Euro und werden von der BAFA mit einem Fördersatz von 25 Prozent bezuschusst. „Dies stellt einen großen Gewinn für die Umwelt und die Gemeinde dar“, so Bürgermeister Franz Ehgartner.
Neubau in der Warteschleife
Der seit 1976 bestehende Feuerwehr- und Bauhofstandort an der Kirchstraße mit jeweils zwei Stellplätzen für die Feuerwehr und den Bauhof hat schon lange seine Kapazitätsgrenzen erreicht. Bereits 2018 hatte der Gemeinderat die Bauleitplanung für die Verlagerung des Feuerwehrhauses und des Bauhofes an die Auffahrt zur A94 auf den Weg gebracht. Nach der europaweiten Ausschreibung der Architektenleistungen erfolgte über die Jahre 2022 und 2023 die Ausarbeitung der Entwurfsplanung sowie der Genehmigungsplanung. Aufgrund der baupreisbedingten Kostenentwicklung beschloss der Gemeinderat 2023, das Projekt in zwei Bauabschnitte aufzuteilen, wobei im ersten Bauabschnitt der Bau des Feuerwehrhauses mit Zentralgebäude auf den Weg gebracht werden soll. Der Bau der Bauhof-Fahrzeughalle sowie der Ausbau des Bauhof-Sozialtraktes folgen dann im späteren Abschnitt 2. Wegen der Finanzierung beschloss der Gemeinderat, die Umsetzung des Bauvorhabens zurückzustellen, bis das Vorhaben wieder mit der finanziellen Leistungsfähigkeit der Gemeinde zu vereinbaren ist. „Sobald das der Fall ist, können wir sofort das „Go“ geben und die Ausschreibungen auf den Weg bringen – von uns aus ist dafür alles vorbereitet“, so der Bürgermeister.
Grund zum Feiern
Eine starke Stütze sind die 25 Vereine, die mit ihren zahlreichen Aktionen das Dorfleben bereichern, darunter die sechs Schützenvereine, der Imker- und Musikverein. Der Sportverein etwa konnte auf seiner letzten Versammlung einen Anstieg der Mitgliederzahlen verkünden. Auch ein Jubiläum steht an: Der Stierberger Burschenverein feiert heuer sein 15-jähriges Bestehen mit einem mehrtägigen Fest Anfang Juli. An fünf Tagen finden Burschenspiele, Discoparty, Brettlspitzn und Kesselfleischessen statt. ese